Quartalszahlen Sixt trotzt der Krisenstimmung

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Autovermieter trotzt der Krise und verdient in der Sommerreisezeit prächtig. Sieht man von einem Quartal mit außergewöhnlichen Umständen ab, war der Vorsteuergewinn noch nie so hoch.

Beim Vermieter Sixt ist das Geschäft zuletzt besser gelaufen als erwartet – auch wegen günstiger Einkaufpreise für Neuwagen.(Bild:  Sixt)
Beim Vermieter Sixt ist das Geschäft zuletzt besser gelaufen als erwartet – auch wegen günstiger Einkaufpreise für Neuwagen.
(Bild: Sixt)

Sixt hat das zweitbeste Quartal seiner Unternehmensgeschichte hinter sich. Von Juli bis September verdiente der Autovermieter vor Steuern 258 Millionen Euro. Das ist der zweithöchste Wert hinter dem dritten Quartal 2022. Damals hatten allerdings außergewöhnliche Umstände das Ergebnis nach oben getrieben, weil der Nachholbedarf nach Corona das Geschäft ankurbelte und der Chipmangel für hohe Restwertgewinne sorgte, erklärte Finanzchef Franz Weinberger.

Dass Sixt aktuell so gut abschneidet, ist nicht selbstverständlich – auch wenn das dritte Quartal wegen des Sommerreisegeschäfts typischerweise das stärkste für den Vermieter ist. Denn unter der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leiden normalerweise auch Vermieter – weil sie auf die Stimmung der Verbraucher und damit auch die Nachfrage drückt. Das Jahr sei nicht einfach, sagt Weinberger. Anders als einige Wettbewerber konnte sich Sixt dem allerdings entziehen.

Günstige Neuwagen helfen

Dabei dürfte auch geholfen haben, dass Sixt angesichts der schwächelnden Nachfrage auf den Neuwagenmärkten derzeit verhältnismäßig günstig an seine Autos kommt. Für die Hersteller sind Verkäufe an Vermieter ein typischer Weg, um zusätzliches Volumen zu erzeugen, dabei geben sie allerdings oft hohe Rabatte.

Grundsätzlich ist Weinberger zuversichtlich, dass das Geschäft robust bleibt. Er sehe nicht, warum Sixt von seiner guten Profitabilität abweichen sollte, sagt er. Im laufenden vierten Quartal könnte sich allerdings der Regierungsstillstand in den USA negativ auf das Geschäft ausgewirkt haben.

Aufgrund der Unsicherheiten hält das Unternehmen nun im Gesamtjahr einen nicht mehr ganz so großen Umsatzzuwachs wie bisher für möglich. Sixt geht derzeit von einem Umsatzplus von rund 6 Prozent auf 4,25 Milliarden Euro aus, wie das Unternehmen am Donnerstag in Pullach mitteilte. Bisher stand ein Plus von 5 bis 10 Prozent im Plan. Bei der Vorsteuerrendite erwartet das Management weiter einen Wert von rund 10 Prozent. Im dritten Quartal stieg der Erlös dank einer ausgeweiteten Flotte um 6,6 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro.

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