Bilanz 2025 Skoda-Absatz überspringt wieder die Millionen-Marke

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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In den Corona-Jahren ist der globale Skoda-Absatz stark eingebrochen, auch wegen gesprengter Lieferketten. 2025 sprangen die Verkaufszahlen deutlich nach oben – nicht zuletzt getrieben vom Elektromodell Elroq.

Der globale Skoda-Absatz ist im Jahr 2025 wieder über die Marke von einer Million Einheiten gestiegen.(Bild:  Grimm – VCG)
Der globale Skoda-Absatz ist im Jahr 2025 wieder über die Marke von einer Million Einheiten gestiegen.
(Bild: Grimm – VCG)

Der tschechische Autobauer Skoda ist im Jahr 2025 weltweit auf Wachstumskurs geblieben. Die Volkswagen-Konzerntochter kam nach eigenen Angaben im zurückliegenden Jahr auf 1.043.900 Auslieferungen. Das waren nicht nur 12,7 Prozent mehr als im Jahr 2024, sondern auch die besten Verkaufszahlen seit dem Jahr 2019. Damals wurden 1,24 Millionen Skoda-Neuwagen ausgeliefert, als allerdings China noch mit weit über 300.000 Einheiten der wichtigste Absatzmarkt für das Fabrikat war.

Inzwischen bekommt der deutsche Markt die meiste Aufmerksamkeit der Vertriebsstrategen. Hierzulande wurden im vergangenen Jahr nach den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts 226.500 Skoda-Neuwagen zugelassen (+10,2% zum Vorjahr). Es war das beste Ergebnis des Importeurs aller Zeiten. Die bisherige Bestmarke von 208.200 Einheiten stammte aus dem Jahr 2019.

Wie in Deutschland kommt das Fabrikat in ganz Europa gut an. Die Zulassungszahlen in den Ländern der EU, der Efta und Großbritannien hatten im Jahresverlauf 2025 um 9,9 Prozent auf 836.200 Fahrzeuge zugelegt. Damit liegt Skoda im europäischen Absatzranking erstmals auf Platz drei – hinter VW und Toyota. „Skoda Auto erreicht neue Erfolgslevel“, kommentierte Vorstandschef Klaus Zellmer das Jahresergebnis. Darauf ausruhen will er sich nicht: Platz drei sei eine Position, die in den kommenden Jahren verteidigt und ausgebaut werden soll, heißt es in der Pressemitteilung zur Jahresbilanz.

Wachstum durch Elektromobilität

Einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Stellung von Skoda im Markt haben die Elektromodelle geleistet – auch wenn es bislang nur den Enyaq, das Enyaq Coupé und den Elroq in voll elektrifizierter Form gibt. Dazu kommen noch die Plug-in-Hybride. Weltweit sei jedes vierte Skoda-Modell (25,7%) mit einem Stecker ausgeliefert worden, heißt es weiter. Darüber hinaus habe die starke Nachfrage nach dem Elroq und dem Enyaq Skoda auf den vierten Platz der Elektrofahrzeuganbieter in Europa springen lassen.

„Diese Leistung spiegelt das herausragende Engagement unserer Skodianer weltweit, die Stärke unserer Partner im Handel und das Vertrauen unserer Kunden wider“, sagte Skoda-Chef Zellmer. Gleichzeitig lenkte er den Blick über die europäischen Grenzen hinaus, da die Internationalisierung des Vertriebs im vergangenen Jahr an Fahrt aufgenommen habe. Skoda will insbesondere in Indien, in Vietnam und im Mittleren Osten wachsen.

In Indien erzielte der Automobilhersteller mit 70.600 ausgelieferten Fahrzeugen (+96,1%) ebenfalls ein Rekordergebnis. Darüber hinaus gewinnen die Auslieferungen in der Türkei (45.100; +6,8%) und Nordafrika, insbesondere in Marokko (6.000; +37,1%) und Ägypten (5.300; +32,9%), an Dynamik.

Oktavia ist noch das meistverkaufte Modell

Bei aller Veränderung ist doch der Octavia weiterhin das meistverkaufte Modell des Fabrikats. Weltweit 190.300 ausgelieferte Einheiten stehen in den Büchern. Damit ist der Absatz des Modells dennoch um 11,8 Prozent gesunken. Deutlich zugelegt hat dagegen der große SUV Kodiaq (+13,9%). Das Elektromodell Elroq trug aus dem Stand fast jede zehnte Auslieferung zum Erfolg bei, der schon länger erhältliche Enyaq konnte den Absatz stabil halten (+0,1%).

In der ersten Hälfte 2026 wird Skoda den Elektrokurs mit dem SUV-Crossover Epiq weiterführen, der dann mutmaßlich ab dem vierten Quartal in die Auslieferung kommt. Der Siebensitzer-Familien-SUV Peaq hat zudem seine Weltpremiere, wird aber im laufenden Jahr hinsichtlich der Stückzahlen vermutlich noch keine Rolle spielen. „Diese Fahrzeuge werden die Elektromobilität noch zugänglicher machen, unterstützt durch ein starkes Händlernetz und umfassende Dienstleistungen, die den Kunden in jeder Phase Vertrauen geben“, sagte Zellmer dazu.

Anmerkung der Redaktion: In einer älteren Version des Textes war fälschlicherweise vom Absatztreiber Epiq die Rede. Gemeint war der Elroq. Der kleine Skoda-BEV Epiq kommt erst im Laufe dieses Jahres in den Handel.

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