Fahrbericht Skoda Kamiq und Scala – viel Leistung bei moderatem Preis

Quelle: sp-x 3 min Lesedauer

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Skoda verpasst seinen Kleinwagenvertretern Kamiq und Scala ein moderates Facelift. Der Grundcharakter bleibt allerdings erhalten. Wir waren mit den Tschechen unterwegs.

Skoda hat den Kamiq und den Scala überarbeitet.(Bild:  Skoda)
Skoda hat den Kamiq und den Scala überarbeitet.
(Bild: Skoda)

Mit den Modellen Kamiq und Scala bietet Skoda eine Mischung aus erwachsener und zugleich günstiger Mobilität. Die preisliche Untergrenze bildet der 70 kW/95 PS starke Scala mit 23.420 Euro, während der fünf Zentimeter höhere Kamiq für SUV-Liebhaber mit 24.390 Euro (gleicher Motor) einsteigt. Wer die Varianten mit 110 kW/150 PS samt Automatikgetriebe (Doppelkupplung) wählt, strebt sowohl bei Kamiq wie auch Scala in Richtung 40.000-Euro-Grenze.

Zur Präsentation der überarbeiteten Modelle hat Skoda natürlich auch diese starken Ausgaben mitgebracht – und erfrischenderweise mitunter Exemplare mit Schaltgetriebe. Während der Trend zum Automaten geht, bekommt der Kunde bei Skoda auch in Kombination mit dem 150 PS leistenden Benziner (1.5 TSI) das klassische manuelle Getriebe, das durchaus noch geschätzt wird.

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In der Praxis – hier mit dem Kamiq – lässt sich die Box leichtgängig schalten und bereitet mit dem quirligen Vierzylinder durchaus Fahrspaß. Das effiziente Triebwerk (etwa fünf Liter WLTP-Verbrauch) hat leichtes Spiel mit dem 1,3-Tonner und treibt diesen binnen 8,3 Sekunden auf 100 km/h. Allerdings bedeutet ein Schaltgetriebe auch weniger Assistenz – selbsttätig bis zum Stillstand herunterbremsen kann das Fahrzeug naturgemäß lediglich mit Automatikgetriebe.

Äußerlich leichte Veränderungen

Wer den Blick durch den Innenraum schweifen lässt, erkennt womöglich die leichten Modifikationen. Die mit einer Art Nubukleder beschlagenen Armaturen heben den Qualitätseindruck. Nach wie vor gibt es viel Display (das Kombiinstrument besteht aus TFT-Fläche). Auf dem zentralen Touchscreen lassen sich viele Funktionen intuitiv bedienen. Und neben dem optionalen integrierten Navigationssystem erlauben die Skoda-Modelle Apple Carplay oder Android Auto.

Die äußerlichen Änderungen beim Kamiq und Scala lassen sich am besten an den jeweiligen Fronten mit leicht überarbeitetem Scheinwerfer-Layout ausmachen. Apropos Scheinwerfer: Hier gibt es zusätzlich eine technische Komponente. Beide Kleinwagen lassen sich auf Wunsch mit variablen Matrix-LED-Scheinwerfern ausrüsten, die je nach Ausstattungslinie 850 Euro Aufpreis kosten oder gar serienmäßig sind. Die zweite Ausfahrt erfolgt mit einem 85 kW/115 PS starken Scala. Die Leistung entstammt einem bloß ein Liter großen Dreizylinder, der nach wie vor charakteristisch klingt. Um den kleinen Motor bei Einhaltung der strengen Euro-6-EA-Norm effizienter zu machen, haben die Techniker die Turbolader angefasst.

Was den Verbrauch angeht, rangiert das kleine Aggregat allerdings auf dem gleichen Level wie die 150-PS-Ausgabe mit fünf bis sechs Litern Ottokraftstoff je 100 Kilometer. Bei der Anschaffung lassen sich mit dem Basismotor einige Tausender einsparen. Und wirklich langsam bewegt sich der Einliter nicht vorwärts, wenngleich merklich weniger quirlig als das Topmodell. Das hier verwendete siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe (ab 115 PS wählbar) erledigt seine Arbeit spontan, wenn auch nicht aus jeder Lebenslage völlig ruckfrei heraus.

Kamiq oder Scala?

Wer mit spitzem Bleistift rechnet, würde sich allein aus Kostengründen für den Scala entscheiden. Allerdings nicht nur. Der Scala ist zwar im Radstand nahezu identisch mit dem Kamiq (2,65 Meter), allerdings das größere Auto mit 4,36 Metern Länge (Kamiq 4,24 Meter). Man könnte jetzt sagen, dass der Scala mehr hermacht – platztechnisch münzt er die Größe nicht wirklich um. So stehen die 1.410 Liter Kofferraumvolumen des Scala den 1.395 Litern im Kamiq gegenüber, was an der Höhe liegen dürfte. Und in der City punktet der Kamiq wiederum dank kompakter Abmessungen.

Kurzum: Es ist Geschmacksache und womöglich eine Frage des Budgets. Die bei Skoda immer noch vorfindbaren „Simply-Clever-Details“ wie Eiskratzer im Tankdeckel oder diverse Netze im Kofferraum sorgen manchmal für ein Schmunzeln, sind aber definitiv praktisch. Nicht mehr verfügbar sind übrigens Dieselvarianten. Und auch elektrisch angetriebene Versionen sind von den Vertretern des modularen Querbaukastens der sogenannten A0-Ausführung (Kleinwagen) nicht zu erwarten. Somit bleiben die beiden Baureihen Scala und Kamiq eher klassisch und bieten nach wie vor viel Auto für Kunden mit nicht ganz so ausuferndem Budget. Das hat sich auch nach dem Facelift nicht verändert.

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