Skoda: Neue Modelle kompensieren Vorzieheffekt

Redakteur: Andreas Wehner

Die tschechische VW-Tochter konnte ihren Marktanteil im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die Verkäufe liegen leicht über dem Niveau von 2008.

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Der Fahrzeugabsatz von Skoda in Deutschland lag im Januar und Februar mit 17.800 Einheiten insgesamt leicht über dem Niveau von 2008. „Dies ist möglich, da die vorhandenen Vorzieheffekte aus 2009 durch den außergewöhnlichen Erfolg der neuen Modelle mehr als kompensiert werden“, sagte Skoda-Deutschland-Chef Hermann Schmitt gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«.

Im Vergleich zum Ausnahmejahr 2009 gingen die Verkäufe der tschechischen VW-Tochter mit minus 12,9 Prozent nicht so stark zurück, wie der Gesamtmarkt. Der Marktanteil in Deutschland stieg auf 4,7 Prozent.

„Nur positive Resonanz“ habe es auf den im vergangenen August eingeführten Yeti gegeben, mit dem Skoda bisher unbekanntes Terrain betreten hat. Bis Ende Dezember 2009 verbuchte die die Marke rund 3.000 Neuzulassungen für das SUV. „Seit Januar können wir nun die komplette Motorenpalette anbieten. Deshalb gehen wir hier von verstärktem Kundeninteresse aus“, erwartet Schmitt.

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Die Bestellungen für den Superb Combi liegen über den Erwartungen des Importeurs. „Seit Markteinführung haben sich 2.500 Kunden für das Modell entschieden. Dazu kommen 1.000 Bestellungen für Lager- und Vorführwagen“, so der Geschäftsführer.

Statt alternativer Antriebe konzentriert sich Skoda zunächst auf die Optimierung von Verbrennungsmotoren. „Wir haben uns unter den derzeit wirtschaftlich einsetzbaren Technologien dafür entschieden, die normalen Antriebskonzepte wie Benzin- und Dieselmotoren mit verbrauchsökonomischen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Downsizing zu verfeinern“, erklärte Schmitt. „Dazu wird in naher Zukunft auch Start-Stopp und Rekuperation gehören“, fügte der Geschäftsführer hinzu. Allerdings habe man als VW-Tochter verschiedene Optionen für alternative Antriebskonzepte in der Hinterhand.

Ein ausführliches Interview mit Hermann Schmitt lesen Sie hier.

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