Skoda Tschechen etablieren sich als Top-5-Marke

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Zulassungszahlen für Skoda sind im ersten Halbjahr 2023 überdurchschnittlich gestiegen. Der Importeur ist damit weit an der Traditionsmarke Opel vorbeigezogen. Für die Zukunft sieht Skoda-Geschäftsführer Jan-Hendrik Hülsmann gute Chancen für weitere Erfolge.

Skoda meldet gute Verkäufe – und will sich mit neuen Modellen und neuer Optik für die Zukunft aufstellen.(Bild:  Grimm – VCG)
Skoda meldet gute Verkäufe – und will sich mit neuen Modellen und neuer Optik für die Zukunft aufstellen.
(Bild: Grimm – VCG)

Skoda zementiert seinen Platz unter den Top-5-Marken in Deutschland. Die Tschechen brachten im ersten Halbjahr 2023 nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 83.449 Neuwagen zur Auslieferung. Das waren 20,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gesamtmarkt hatte im ersten Halbjahr dagegen nur um 12,6 Prozent zugelegt.

Der Importeur selbst spricht von einem ausgesprochen erfolgreichen ersten Halbjahr. Tatsächlich hat Skoda mit einem Marktanteil von 6,0 Prozent damit den Wettbewerber Opel mit einem Marktanteil von 4,8 Prozent deutlich überflügelt. Beide Fabrikate hatten in den vergangenen Jahren um Platz fünf in der Zulassungsstatistik gewetteifert. Ein weiterer Traditionshersteller – Ford – liegt mit einem Marktanteil von 4,3 Prozent ebenfalls deutlich hinter den Tschechen.

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Händler verweisen bei den aktuellen Zahlen allerdings immer auf den weiterhin hohen Auftragsbestand aus der Vergangenheit, der nun angesichts besserer Produktionszahlen abgearbeitet werden kann. Dem stehe aber ein seit Langem spürbarer Rückgang der Neuaufträge gegenüber, vor allem im einst für Skoda sehr wichtigen Privatkundensegment. Schon länger haben die Gewerbekundenauslieferungen inzwischen aber das Privatkundengeschäft bei Skoda überflügelt.

Jan-Hendrik Hülsmann, seit Jahresanfang Geschäftsführer von Skoda Deutschland, äußerte sich zuversichtlich, dass sich die Marke langfristig vom folgenden Wettbewerb absetzen werde. Dazu beitragen sollen aus seiner Sicht auch neue und aufgefrischte Modelle, die ab Herbst und im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Auch die kommenden E-Modelle würden mittelfristig dazu beitragen, verdeutlichte Hülsmann am Rande einer Presseveranstaltung in Weiterstadt.

Los geht es zunächst mit den neuen Generationen der beiden Flaggschiffe Superb und Kodiaq, die dann ab Anfang 2024 ausgeliefert werden, sowie den Facelifts von Scala und Kamiq. Daran schließt sich eine größere Produktoffensive im Bereich der Elektromobilität an.

Positive Faktoren für den Verkauf

Doch auch ohne neue Modelle in den Schauräumen erwartet Skoda Auto Deutschland für das zweite Halbjahr 2023 eine weiterhin positive Entwicklung. Dazu beitragen soll nicht zuletzt der Enyaq, der durch verkürzte Lieferzeiten für die Kunden attraktiver werden soll. Zudem soll ein neues Einstiegsmodells, der Enyaq iV 50, zu einem Preis von unter 40.000 Euro für Kundenzuspruch sorgen. Zuletzt kam der Enyaq auf einen Absatzanteil von 9,3 Prozent.

Mit 23.013 Neuzulassungen ist der Skoda Octavia weiterhin das meistverkaufte Fahrzeug der Marke. Das entspricht 27,6 Prozent aller Skoda-Neuzulassungen im ersten Halbjahr. An zweiter und dritter Stelle stehen die SUV-Modelle Kodiaq (13,8 %) und Karoq (13,0 %) vor dem Fabia (12,1 %).

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