Strategien der großen Autohändler
So wappnen sich die großen Gruppen für 2025
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Dem Automobilhandel steht ein herausforderndes Jahr bevor. Die Top-100-Händler rüsten sich, indem sie Prozesse und Strukturen verschlanken und die künstliche Intelligenz stärker in den Fokus rücken. Keine Abstriche machen sie indes beim Personalmanagement.
Hohe Zinsbelastungen, erodierende Restwerte bei E-Autos, prall gefüllte Fahrzeuglager, gepaart mit verunsicherten Privatkunden, zurückhaltenden Gewerbekunden und schwindenden Margen im Neuwagengeschäft: Wenn die großen Autohausgruppen 2024 Revue passieren lassen, ziehen sich diese Herausforderungen wie ein roter Faden durch. Spannend ist, wie sie sich strategisch rüsten, um gegenzusteuern. Dabei fällt auf, dass visionäre, kostspielige Projekte und die Diversifizierung des Geschäftsmodells im Vergleich zu den Vorjahren in den Hintergrund gerückt sind: Aktuell planen nur noch wenige Händler, neu in den Vertrieb von E-Bikes, E-Scootern oder Freizeitmobilen einzusteigen. Stattdessen setzen sich immer mehr große Autohausgruppen intensiv mit ihren Strukturen und Prozessen auseinander mit dem Ziel, die Effizienz zu steigern und Kosten spürbar zu senken.
IT-Systeme spielen dabei eine zentrale Rolle: Gleich mehrere Unternehmen arbeiten aktuell daran, ihre entscheidungsrelevanten Daten effizient zu bündeln, um sie abteilungsübergreifend besser nutzen zu können. Die Fellbacher Hahn-Gruppe beispielsweise führt in diesem Jahr ein Business-Intelligence-System ein. Der Augsburger Handelsriese AVAG hat sich für die Einführung eines workflowbasierten CRM-Systems entschieden, mit dem die User stringent durch die Arbeitsprozesse geführt werden. Die Chemnitzer Schneider-Gruppe wiederum setzt künftig auf eine selbst entwickelte, markenneutrale Middleware und die Software Salesforce, um flexibler agieren zu können, Prozesse zu vereinfachen und eine 360-Grad-Sicht auf die Kundeninteraktionen zu bekommen. Für Salesforce hat sich auch AVP entschieden. Mit der reinen Einführung der Software ist es aber dort ebenfalls nicht getan: Die Plattlinger Autohausgruppe ordnet ihr Datenmanagement von Grund auf neu und hat dazu die nötige Inhouse-Kompetenz aufgebaut. Erklärte Ziele sind eine bessere Datensicherung, automatisierte Kampagnen und geringere Kosten für Schnittstellen.
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