Mehr Standorte, mehr Gewerbekunden So will Nio in Deutschland in die Spur kommen

Von Andreas Wehner 5 min Lesedauer

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1.300 Neuzulassungen standen für Nio im vergangenen Jahr in der KBA-Bilanz. Auch wenn die Verantwortlichen sich damit zufrieden zeigen, ist klar: Nio ist nicht da, wo es hin will. Ein neuer Deutschland-Chef soll es nun richten. Am generellen Vertriebskonzept ändert Marius Hayler aber nichts.

Nio stellt seine Autos bislang vor allem in repräsentativen Innenstadt-Schauräumen aus, den sogenannten Nio-Houses.(Bild:  Wehner - VCG)
Nio stellt seine Autos bislang vor allem in repräsentativen Innenstadt-Schauräumen aus, den sogenannten Nio-Houses.
(Bild: Wehner - VCG)

Im Herbst 2022 war Nio in Deutschland gestartet, jetzt hat der chinesische Hersteller das erste volle Verkaufsjahr hinter sich. Fünf Modelle bietet der Autobauer an – SUVs und Limousinen ab der Mittelklasse aufwärts. Das Geschäft läuft sehr langsam an. 1.300 Neuzulassungen verbuchte das Kraftfahrtbundesamt 2023 für Nio. Zum Vergleich: Die beiden chinesischen Konkurrenten Great Wall Motor und BYD erreichten in ihrem ersten Verkaufsjahr in Deutschland bereits mehr als 4.000 Neuzulassungen. Polestar, dessen Zielgruppe den potenziellen Nio-Kunden am ähnlichsten ist, kam auf 6.300 Einheiten. Insidern zufolge hatte auch Nio sich deutlich mehr vorgenommen.

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Über Verkaufszahlen will Marius Hayler jedoch nicht reden. Er leitet seit der Trennung von Ralph Kranz Ende des vergangenen Jahres das Deutschlandgeschäft von Nio. Dass der Autobauer noch nicht da ist, wo er hin möchte, gibt jedoch auch er zu. Hayler ist bei Nio in Europa von Anfang an an Bord, hatte das Geschäft im Pilotmarkt Norwegen für die Chinesen aufgebaut und bis zuletzt geleitet. Jetzt soll er den Autobauer in Deutschland in die Spur bringen.