IAA So will VW europaweit das Elektro-Einstiegssegment kapern

Quelle: dpa/jr 2 min Lesedauer

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Volkswagen präsentiert auf der IAA vier neue elektrische Kleinwagen. Konzernchef Blume nennt bereits konkrete Verkaufsziele – bescheiden fallen die nicht gerade aus.

Noch zeigt VW den für 2026 geplanten ID-Polo-GTI in leichtem Tarnkleid.(Bild:  IAA)
Noch zeigt VW den für 2026 geplanten ID-Polo-GTI in leichtem Tarnkleid.
(Bild: IAA)

VW setzt bei seinen neuen Elektro-Kleinwagen auf deutliches Wachstum in Europa. Mit den auf der IAA gezeigten Modellen strebe der Konzern bei den E-Kleinwagen einen Marktanteil von 20 Prozent in Europa an, sagte Konzernchef Oliver Blume auf der Automesse IAA Mobility in München. „Wir haben ein klares Ziel: Eine führende Position im Einstiegssegment in unserem Heimatmarkt Europa.“

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Auf der IAA zeigt der Hersteller vier kleine Elektromodelle dreier Konzernmarken, die 2026 auf den Markt kommen sollen, darunter der ID-Polo, dessen Preislisten bei knapp unter 25.000 Euro beginnen sollen. Den Auftakt soll im kommenden Jahr das Cupra-Schwestermodell Raval machen, hinzu kommen zwei SUV-Varianten ID-Cross und Skoda Epiq. Gebaut werden alle vier aus Kostengründen in Spanien – und sie seien wirtschaftlich profitabel, betonte Blume.

„Mit dieser neuen Fahrzeugfamilie greifen wir an in einer der volumenstärksten Fahrzeugklassen der Elektro-Mobilität, mit großem Wachstumspotenzial“, sagte der Konzernchef. Das Einstiegssegment habe ein riesiges Potenzial. Der Markt für vollelektrische Kleinwagen in Europa werde nach 2030 rund viermal so groß sein wie jetzt. Das solle auch dem Volkswagen-Konzern Schub geben. „Jedes Jahr wollen wir mehrere hunderttausend Autos dieser Modellreihe verkaufen. Das ist unser Anspruch.“

Im ersten Halbjahr 2026 soll der 4,06 Meter kurze ID-Polo ab 25.000 Euro in die Schauräume rollen. Kurz zuvor bringt Seat-Ableger Cupra den heißblütigeren Raval, der in der Spitzenversion bis zu 165 kW/225 PS mitbringen soll.

Skoda dagegen will es praktischer und zaubert aus dem Konzern-Baukasten ein kleines SUV von 4,16 Metern, das als Epiq den Verbrenner Kamiq flankieren und trotz über 400 Kilometern Reichweite nicht viel mehr kosten soll. Wenn die Tschechen sich daran halten, müsste der Einstiegspreis bei unter 26.000 Euro liegen.

Die größten Hoffnungen des Vertriebs dürften auf dem ID-Cross ruhen. Als kleines E-SUV – genauso lang wie der Epiq – mit gut 400 Kilometern Reichweite soll er für etwa 28.000 Euro die Großstadt erobern. Zwar prangt am ID-Cross noch ein „Concept“-Schild, doch verspricht Chefdesigner Andreas Mindt: „Das Messeauto entspricht bereits zu über 80 Prozent der Serie.“

Ausgestattet sind die kleinen BEVs in Sachen Assistenzsysteme unter anderem mit der neuen Generation des „Travel Assist“ mit Spurwechselfunktion und Ampel-Erkennung. Außerdem gibt es LED-Matrixlicht. Optional sind Massagesitze erhältlich oder App-gesteuerte Vorklimatisierung. Das Navigationssystem beinhaltet die integrierte Ladeplanung der größeren Modelle. Im App Store sind laut Volkswagen mehr als 100 Anwendungen verfügbar.

Alle vier neuen Modelle können serienmäßig mit Gleichstrom laden. Sie basieren auf dem weiterentwickelten Elektro-Baukasten „MEB+“. Volkswagen nutzt hier zum ersten Mal die neue Einheitszelle. Die Kleinwagen sollen damit bis zu 450 Kilometer weit fahren können.

Volkswagen ist in Europa klarer Marktführer bei E-Autos mit knapp 30 Prozent Marktanteil. Weltweit verkaufte der Konzern von Januar bis Juli knapp 466.000 E-Fahrzeuge, bei insgesamt 4,41 Millionen Auslieferungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der Hersteller damit seine BEV-Auslieferungen um 47 Prozent steigern, in Europa sogar um fast 90 Prozent.

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