Brandschutz im Kfz-Betrieb So wird ein Brand nicht existenzgefährdend

Von Harald Czycholl-Hoch 6 min Lesedauer

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Ein Feuer im Betrieb ist eine unmittelbare Gefahr für die Mitarbeitenden und auch für die Existenz des Unternehmens. Guter Brandschutz ist deshalb unerlässlich – genauso wie eine gute Versicherung mit ausreichend hoher Deckungssumme.

Ein Feuer im Unternehmen kann verheerende Schäden anrichten.(Bild:  ©MP2 - stock.adobe.com)
Ein Feuer im Unternehmen kann verheerende Schäden anrichten.
(Bild: ©MP2 - stock.adobe.com)

Das Jahr 2024 war kaum eineinhalb Stunden alt, da war für das Autohaus Fugel im Chemnitzer Ortsteil Mittelbach schon klar, dass es kein gutes neues Jahr werden würde: Gegen 1:30 Uhr in der Silvesternacht riefen Anwohner die Feuerwehr, nachdem die Werkstatt lichterloh in Flammen stand – es brannte auf gut 2.000 Quadratmetern. Offenbar war eine verirrte Silvesterrakete auf einer Kunststoffkuppel über dem Dach der Werkstatt gelandet und hatte sie in Brand gesetzt. Brennende Teile fielen wiederum in die Werkstatt und zündeten das Gebäude an. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort: 88 Einsatzkräfte und 24 Fahrzeuge waren im Einsatz, die Feuerwehrleute konnten immerhin ein Übergreifen des Feuers auf den Ausstellungs- und Verkaufsraum, Reifenlager und angrenzende Wohngebäude verhindern.

Es hätte also alles auch noch deutlich schlimmer kommen können. Durch zwei Anbauten aus den letzten Jahren habe es immerhin neue Brandschutzwände in dem Kia- und Honda-Autohaus gegeben, erklärt Geschäftsführer Dominik Fugel. Diese hätten dazu beigetragen, den Schaden einzudämmen. Selbiger ist dennoch immens: Auf rund 15 Millionen Euro schätzt Fugel ihn. Vernichtet wurden auch 22 Fahrzeuge, die sich gerade in der Werkstatt befanden, darunter hochpreisige Sportwagen wie ein Porsche Panamera und ein Tesla S Plaid. Auch 17 Hebebühnen fielen den Flammen zum Opfer. Glücklicherweise habe man eine Versicherung mit sehr hoher Deckungssumme abgeschlossen, so der Geschäftsführer – der Schaden sollte daher abgedeckt sein. Auch sämtliche Fahrzeuge, die in dem Gebäude standen, seien versichert. Keiner der Mitarbeitenden werde durch das Feuer seinen Job verlieren, versprach Fugel. Einige würden aber vorübergehend an anderen Standorten der Autohausgruppe eingesetzt.