248487,251655 Sommerreifentest: Sieben Billigreifen durchgefallen

Redakteur: Jens Rehberg

Geringer Verschleiß ist den asiatischen Reifenherstellern nach wie vor wichtiger als ein kurzer Bremsweg auf regennasser Fahrbahn. Das sollte man einem deutschen Kunden auch deutlich sagen, wenn der einen kleinen Geldschein sparen will.

Die Niedrigpreisreifen der Hersteller Interstate, Goodride, Sava, Wanli, Nankang und Sunny sind wegen sicherheitsrelevanter Schwächen beim aktuellen Sommerreifentest des ADAC und der Stiftung Warentest als „nicht empfehlenswert“ eingestuft worden. Bei den Billig-Pneus aus Fernost wurde nach Angaben des Automobilclubs bei Nässe ein um bis zu 70 Prozent längerer Bremsweg gemessen. Außerdem hätten einige Produkte im Schnelllauftest versagt.

Dass es auch anders geht, beweisen zehn „besonders empfehlenswerte“ Reifen. Auch die 16 „empfehlenswerten“ Pneus stellen noch eine gute Wahl dar.

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Testsieger im Format 185/65 R 15 H wurde der Pirelli Cinturato P6, ein sehr ausgewogener Reifen mit Bestnote auf nasser Fahrbahn und relativ geringem Verschleiß. Positiv zu erwähnen in dieser Dimension sind auch der Nokian H, der Continental PremiumContact 2, der Dunlop SP Fast Response sowie der Uniroyal RainExpert.

Pirelli vorn bei den Breiten

Bei den breiteren Schlappen der Größe 225/45 R 17 W/Y hat ebenfalls der Pirelli Cinturato, hier mit der Bezeichnung P7, die Nase vorn. Nur wenig nach stehen ihm die Modelle Dunlop SP Maxx TT, der Conti SportContact 3, der Michelin Pilot Sport 3 und der Bridgestone Potenza RE050 A.

Bestleistungen im Kraftstoffverbrauch und Verschleißverhalten stehen in der Regel im Zielkonflikt zum Verhalten auf nasser Straße. Bestes Beispiel dafür ist der Interstate IST-1 M+S mit Bestnoten bei der Haltbarkeit und beim Rollwiderstand. Sein mangelhafter Nässewert führt zur Abwertung der ADAC-Empfehlung auf „nicht empfehlenswert“.

Michelin hält nicht die Balance

Ebenso verpasst der sehr kraftstoffsparende und verschleißarme Michelin Energy Saver wegen etwas schwächerer Nasswerte das Prädikat „besonders empfehlenswert“. Um einen Spitzenplatz im aufwändig durchgeführten ADAC-Reifentest zu erhalten, kommt es darauf an, in möglichst allen Testdisziplinen gute Werte zu zeigen und in keiner einzigen schwach abzuschneiden.

Bei der Beschaffung der Reifen stellten die ADAC-Tester Preisspannen bis zu 70 Prozent (Vredestein Ultrac Cento) fest.

Die Testergebnisse im Detail finden Sie rechts neben diesem Beitrag.

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