Kfz-Sachverständigen Forum 2024 Spezialisten sind gefragt

Von Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz 3 min Lesedauer

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Ist der Kfz-Sachverständige ein Auslaufmodell oder muss er sich künftig viel deutlicher spezialisieren? Dieser Frage geht das Kfz Sachverständigen Forum am 6. Februar 2024 nach und beleuchtet dafür verschiedene Spezialgebiete des Kfz-Sachverständigenwesens.

Neben Gutachten für Caravan, Reisemobile und E-Fahrzeuge werden auch  hochspezialisierte Oldtimergutachten auf dem Kfz-Sachverständigen Forum in Würzburg behandelt.(Bild:  TÜV Rheinland)
Neben Gutachten für Caravan, Reisemobile und E-Fahrzeuge werden auch hochspezialisierte Oldtimergutachten auf dem Kfz-Sachverständigen Forum in Würzburg behandelt.
(Bild: TÜV Rheinland)

Die Frage, ob bei der Kfz-Begutachtung der menschliche Sachverstand noch benötigt wird, lässt sich relativ schnell mit „ja“ beantworten – darüber ist sich die Branche der Kfz-Sachverständigen einig. Daran wird auch die häufig ins Feld geführte Künstliche Intelligenz (KI) nichts ändern. Erst recht nicht, wenn es um spezielle Fahrzeuge geht, bei denen die KI nicht auf viele Datensätze zurückgreifen kann. Beispielsweise bei Reisemobilen oder auch Hochvoltfahrzeugen stößt die KI (noch) relativ schnell an ihre Grenzen – aber leider auch so mancher Sachverständige.

Die Anforderungen an Kfz-Sachverständige steigen beständig. Eine gute Ausbildung, viel Erfahrung und die erforderlichen Zusatzqualifikationen sind Grundvoraussetzung für die Aufgaben, die Sachverständige Tag für Tag zu meistern haben. Das gilt genauso für Unternehmer, die in neue Geschäftsbereiche vordringen möchten. Mit den Nischen, die auch künftig Sachverstand erfordern werden, beschäftigt sich das diesjährige Kfz-Sachverständigen Forum. Am 6. Februar treffen sich Kfz-Sachverständige auf dem Branchenevent im Vogel Convention Center in Würzburg. Das von den Redaktionen »Fahrzeug+Karosserie« und »kfz-betrieb« sowie dem Kooperationspartner Autorechtaktuell zusammengestellte Programm umfasst Vorträge aus verschiedenen Teilbereichen des Kfz-Sachverständigenwesens. Unterstützt wird die Würzburger Veranstaltung von den Business-Partnern DAT, DSR24 und GTÜ.

Klar ist schon heute, dass die Qualifikation immer der Ausgangspunkt für das seriöse Sachverständigengutachten sein muss. Denn laut dem Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen (BVSK) gibt es (viel zu) viele selbsternannte Sachverständige, die von sich behaupten, alles zu können. Dabei benötigt ein Unfallrekonstrukteur beispielsweise ganz andere Fähigkeiten als der Sachverständige für die Schadenfeststellung. Und Krafträder sind etwas ganz anderes als Landmaschinen, LKW oder Caravans beziehungsweise Wohnmobile, sagt der BVSK-Präsident Dirk Barfs.

Beispielsweise beeinflusst der sogenannte Gesundheitszustand der Hochvolt-Batterie (SoH = State of Health) maßgeblich den Gesamtwert eines Elektro-Fahrzeugs. Denn die teuerste Komponente eines E-Fahrzeugs ist nun mal der Akku – die Preise für einen Tausch-Akku liegen bei 6.800 (Dacia Spring) bis zu knapp 38.000 Euro (Volvo XC40 Recharge), wie Autobild im August 2023 ermittelte.

Kfz-Sachverständigen Forum 2024

Kfz-Sachverständigen Forum Logo

Unter dem Leitthema "Der Kfz-Sachverständige der Zukunft – Auslaufmodell, Nischenberuf oder gefragter Spezialist?" findet am 6. Februar 2024 das Kfz-Sachverständigen Forum in Würzburg statt. Das Forum ist eine unabhängige Plattform für Kfz-Sachverständige und Rechtsanwälte, um sich zu aktuellen Themen weiterzubilden und neue Kontakte in der Branche zu knüpfen sowie Erfahrungen mit Kollegen auszutauschen.
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Auch bei Unfallfahrzeugen ist der Zustand des Akkus ein wesentlicher wertbestimmender Faktor – Sachverständige müssen den richtigen Wert in Ihr Gutachten einfließen lassen. Der SoH lässt sich mit Batterie-Testern und Diagnose-Tools inzwischen sehr einfach in Prozent ermitteln. Dennoch bleiben Probleme: Wie hoch ist der Wertverlust eines E-Autos ganz konkret in Euro, wenn die E-Auto-Batterie nicht mehr die volle Kapazität bringt? Und was ist, wenn der Akkuzustand vom erwarteten Zustand abweicht – also besser oder schlechter ist, als er seinem Alter und der Laufleistung nach eigentlich sein dürfte?

Auf diese Fragen wird Raphael Dammann, Head of Sales Strategy DAT in seinem Vortrag während des Kfz-Sachverständigen-Forums eingehen. Um den Zustand des Akkus angemessen in die Bewertung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs einfließen zu lassen, hat die DAT die sogenannte EV-Wertkorrektur (EV = Electric Vehicle) entwickelt. Seit Anfang Juni 2023 steht diese Berechnungsmethodik in der Silver-DAT-3-Produktfamilie zur Verfügung. Laut DAT handelt es sich dabei erstmals um ein standardisiertes Verfahren, mit dem sich der tatsächliche SoH bei der professionellen Fahrzeugbewertung berücksichtigen lässt – Raphael Dammann wird erläutern, wie das funktioniert – am besten gleich anmelden.

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