Spezialtasche für die Rettungskarte
Für die Rettungskarte gibt es nun einen sicheren Aufbewahrungort. Mit der „Safetybag“ genannten Tasche haben Rettungskräfte im Ernstfall schneller Zugriff auf relevante Fahrzeuginformationen.
Nach einem Unfall soll die so genannte Rettungskarte die Bergung von Fahrzeuginsassen beschleunigen. Diesen Nutzen kann sie aber nur entfalten, wenn die Karte schnell gefunden wird. Die Schreiner Group hat deshalb zusammen mit der Firma KL-Products das „Safetybag“ entwickelt, eine spezielle Tasche für die Rettungskarte, deren Verbreitung der ZDK und der ADAC propagieren.
Die Rettungskarte enthält alle wichtigen Fahrzeugdaten, sodass sich Rettungskräfte nach einem schweren Unfall informieren können, wo sie mit ihrem Schneidwerkzeug ansetzen müssen, um Verletzte schnell zu bergen. Um die Karte leicht sichtbar zu verstauen, hat die Safetybag-Tasche eine besondere Beschichtung, mit der sie dauerhaft an der Innenseite der Fahrzeugscheibe klebt, der Schreiner Group zufolge aber auch ohne Rückstände wieder zu lösen ist.
Zwei Varianten der Tasche vertreibt die Schreiner Group: Zum einen die Tasche für das Seitenfenster, etwa dem Dreiecksfenster an der Hintertür auf der Fahrerseite, zum anderen für die Frontscheibe direkt hinter der Feinstaubplakette.
Die fahrzeugspezifische Rettungskarte stellt alle wichtigen Komponenten dar und gibt Hinweise für den sicheren Einsatz der Rettungsschere. Denn je nach Fahrzeugtyp sind Gaskartuschen, Batterie, Airbag-Steuergeräte, Hochspannungselektronik und der Kraftstofftank an unterschiedlichen Stellen verbaut. Zudem gibt es Karosserieversteifungen, die eine schnelle Personenrettung behindern.
Rettungszeit minimiert
Versuche haben gezeigt, dass sich die Rettungszeit auf ein Drittel minimiert, wenn die Rettungskarte der Feuerwehr bei einem Unfall sofort zur Verfügung steht. Im „Finat“-Wettbewerb 2011 wurde die Safetybag-Tasche bereits mit dem Sonderpreis „Innovation“ ausgezeichnet.
Mit einer Informationskampagne macht sich das Kfz-Gewerbes seit einiger Zeit für die Verbreitung der Rettungskarte im Auto stark. Seit Beginn der Aktion Anfang Juni wurden inzwischen jeweils 325.000 Rettungskarten-Aufkleber und Info-Flyer sowie 3.250 Plakate bundesweit von teilnehmenden Kfz-Betrieben angefordert, hatte der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) Mitte August mitgeteilt.
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