Spezieller Zylinderschliff soll Verbrauch senken

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Mit einer speziellen Bearbeitungstechnik wollen Forscher die Reibung zwischen Zylinder und Kolben reduzieren und damit den Verbrauch senken. Erste Tests laufen bereits.

Mit einem besonderen Feinschliff entstehen im Fraunhofer Institut Zylinder mit besonders wenig Reibung.
Mit einem besonderen Feinschliff entstehen im Fraunhofer Institut Zylinder mit besonders wenig Reibung.
(Foto: Fraunhofer)

Einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch verspricht eine neue Produktionsmethode von Zylindern. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts haben ein Herstellungsverfahren entwickelt, das die Reibung zwischen Kolben und Zylindern reduziert und dadurch zwei bis drei Prozent weniger Kraftstoff verbraucht. Der Ölbedarf soll ebenfalls sinken.

Das neue Produktionsverfahren soll sowohl den statischen als auch den thermischen Verzug des Zylinders ausgleichen. Mit einem speziellen Werkzeug, das seine Form anpassen kann, wird der Zylinder gehont. Und zwar so, dass kleine Erhebungen an der Laufläche entstehen können. Ist der Motor auf Betriebstemperatur, wird die Fläche exakt rund, so dass sich der Kolben ohne viel Reibung auf und ab bewegen kann.

Ein Prototyp des Spezialwerkzeugs wird nach Angaben des Instituts bei einem namentlich nicht genannten Hersteller schon eingesetzt. Damit soll das Verfahren auf die schnellen Produktionstakte hin getestet werden.

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