Spezielles Geschäft: Mini-Handel auf Hawaii

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Der Kundenstamm auf den hawaiianischen Inseln ist von Natur aus begrenzt. Die meisten begeistern sich für den Mini in seiner neuen Form. „Doch wir haben auch ein paar Kunden, die fahren den klassischen Mini.“ 550 Fahrzeuge hat Darrel Pestana mit allem Engagement im vergangenen Jahr verkauft. „Das Geschäft ist hier wirklich nicht einfach. Viele Leute, die keine Mini-Fans sind, suchen einfach ein größeres Auto als den Mini. Daher sind Countryman und Paceman für uns hier so wichtig. Da bräuchten wir mehr Modelle“, erklärt der grauhaarige Mini-Fan.

Kein Interesse an vielen PS

Für die leistungsstarken Modelle Cooper S oder John Cooper Works interessiert sich auf der Hauptinsel Oahu mit ihrer Hauptstadt Honolulu ebenso niemand wie auf den Eilanden Maui, Big Island oder Kauai. „Die Leute hier fahren nur kurze Strecken und rasen kann man sowieso nicht“, grummelt Pestana, „daher fahren die meisten hier einen normalen Cooper. Automatik und Ledersitze will fast jeder, doch wofür sollte man ein Navigationssystem brauchen? Die paar Straßen kennt doch jeder.“ Die meisten Kunden kommen aus dem Großraum Honolulu und sitzen pro Tag nicht mehr als 30 Minuten im Auto.

Dabei ist das Konkurrenzumfeld größer als gedacht. „Klar gibt es hier auch Fiat mit dem kleinen 500er. Doch der ist kaum echte Konkurrenz“, sagt der Verkaufsleiter, „stattdessen konkurrieren wir mit Lexus, BMW, Honda oder Toyota. Die Volumenmarken verkaufen hier auf den Inseln 5.500 bis 6.000 Fahrzeuge pro Jahr. Das ist ein harter Wettbewerb.“

Das Lieblingsauto von Darrel Pestana ist sein eigener Mini Cooper S aus dem Jahre 2009 in Chili Red. Und für das Wochenende hat der Mini-Maniac noch einen klassischen Mini von 1999. Oder er trifft sich mit anderen Mini-Fans wie Rick Terell. Der Jungpensionär ist seit Jahren mini-vernarrt. Wenn er zum Surfen geht, ist bereits die Fahrt zum Strand in seinem 1967er Countryman Woodie ein Schaulaufen. Seit seinem Ruhestand ist Rick Terell fast ausschließlich Badeshorts, Hawaiihemd und Flip-Flops unterwegs. Sein Alltagsauto ist mit einem Mini Cooper S aus dem Jahre 2004 noch vergleichsweise unspektakulär. „Insgesamt hatte ich fünf Woodies und sieben andere Mini Mark I“, erzählt Rick Terell, „doch der 67er Austin Mini Countryman Woodie ist mein absoluter Liebling. Deshalb habe ich ihn auch zurückgekauft nachdem ich ihn vor ein paar an einen Freund abgegeben hatte.“

So sind sie eben, die Mini-Fans auf Hawaii. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass Darrel Pestana an Rick Terell beizeiten auch wieder einen neuen Mini loswird. Der würde nicht nur seiner Frau Julia gefallen.

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