Spies Hecker verdoppelt Schulungskapazitäten
Der wachsende Druck auf die lackiebetriebe erfordert ein hohes Know-how. Spies Hecker vermittelt dieses im neuen Schulungszentrum.
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„Der Fahrzeugbestand wird wachsen, die Unfallhäufigkeit geht langfristig zurück“, sagte Spies-Hecker-Geschäftsführer Georg Tautz. Zudem würden die immer komplexere Fahrzeugtechnik und die steigende Anzahl an Serienfarbtönen künftig in der Werkstatt noch mehr Know-how erfordern. „Nahezu in allen europäischen Ländern steigen die Schadenkosten der Unfallreparatur“, analysierte Georg Tautz weiter. Dazu käme, dass Leasinggesellschaften und Versicherungen das Schadenmanagement forcieren – der Druck auf die Margen des Lackierbetriebs hätte sich bereits deutlich erhöht. „Der Wettbewerbsdruck, auch für die Lackierbetriebe, steigt so zusätzlich.“ Diese Markteinschätzung lieferte Tautz im September anlässlich der Eröffnung des neuen Spies-Hecker-Trainingscenters in Köln-Marsdorf.
Zudem müssen die Werkstätten laut Tautz in neueste Werkstatttechnik investieren. „Das ist eine wirtschaftliche Herausforderung für die gesamte Reparaturbranche. Die positive Ertragssituation der Lackierbetriebe hängt entscheidend von der Steigerung der betrieblichen Effizienz ab“, resümierte der Geschäftsführer. Deshalb will Spies Hecker die gesamten reparaturtechnischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse der Karosserie- und Lackbetriebe verbessern. Dabei spielt das neue Trainingscenter eine herausragende Rolle. Die Kapazitäten des modernen Schulungszentrums, in dem Lackierer aus der ganzen Welt trainieren, wurden nahezu verdoppelt.
Reduzierte Emissionen
Energieeffiziente Anlagentechnik und ein hohes Maß an Arbeitsschutz nehmen in dem neuen Zentrum einen hohen Stellenwert ein. „Sämtliche Lackierkabinen sind mit einer zweiten Abluftfilterstufe ausgestattet“, erklärt Dietmar Rausch, Leiter des SH-Trainingscenters. „Dadurch werden gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte erheblich unterschritten.“ Zusätzlich sorge die energieoptimierte Betriebsweise aller Einrichtungen, insbesondere der Lackierkabinen, für eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen – nämlich um bis zu 80 Prozent.
Sämtliche Einrichtungen sind mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) modernster Bauart ausgerüstet. Für die Lackierkabinen und den Farbspritzstand ist das Konzept der Taifuno-Technologie von Wolf Anlagentechnik in vollem Umfang umgesetzt – sowohl bezüglich der technischen Ausrüstungen als auch bezüglich der Software. So steht z. B. für die Ablüftung der wasserverdünnbaren Basecoats die von Spies Hecker und Wolf entwickelte Spezialsoftware zur Verfügung. Da die Einrichtungen auch für den internationalen Schulungsbetrieb eingesetzt werden, sind zusätzliche Möglichkeiten für Programmierungen vorgesehen.
Das innovative Wärmerückgewinnungssystem der Spritzkabinen und des Industriespritzstandes ermöglichen eine Energieeinsparung von zirka 50 Prozent. „Neben effizienter Werkstatttechnik setzen wir außerdem auf intelligente Stand-by-Technologie. Ob automatische Regelung des Kabinenbetriebs, Abluftschaltung oder Beleuchtung – wir senken konsequent den Energiebedarf bei unseren Trainings“, erläutert Rausch.
Auch beim Arbeitsschutz setzt Spies Hecker auf durchdachte Konzepte. Von der separaten Atemluftanlage in den Lackierkabinen über zusätzliche Nedermann-Absauganlagen für eine Ex-Schutz-sichere Arbeitsvorbereitung bei der Materialeinstellung bis hin zu absturzsicheren Regalen.
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