Ssangyong: 100 Händler bis zum Jahresende

Redakteur: Andreas Wehner

Die neu gestartete koreanische Marke kommt mit dem Ausbau des Händlernetzes in Deutschland gut voran. Die Importeursgeschäftsführer Matthias Sileghem und Ulrich Mehling erläutern die Pläne von Ssangyong.

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Ssangyong kommt mit dem Ausbau des Händlernetzes in Deutschland gut voran. Derzeit hat die koreanische Marke rund 40 Partner. „Wir liegen gut im Plan und sind optimistisch, dass wir zum Ende des Jahres 100 Händler am Netz haben“, sagte der Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland, Ulrich Mehling, im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Für Ende 2012 rechnet er mit 150 deutschen Ssangyong-Händlern.

Der Importeur sucht vor allem Markenhändler, die mit Ssangyong zusätzliche Geschäfte machen wollen. „Wir stellen uns eigentümergeführte Unternehmen vor, bei denen der Inhaber selbst in seinem Betrieb steht und einen engen Kontakt zu seiner Verkaufsmannschaft hat“, beschreibt Mehling den Idealhändler. Die Größe des Unternehmens spielt für ihn eine untergeordnete Rolle.

Niedrige Standards

Wer Ssangyong-Partner werden möchte, muss für CI und Spezialwerkzeuge etwa 10.000 Euro investieren. Zusätzlich müssen Händler eine Teile-Erstausstattung, einen Vorführwagen und zwei Lagerwagen vorhalten. „Wir haben die Händlerstandards und die Investitionen bewusst niedrig gehalten, damit der Händler schnell einen Profit erwirtschaften kann“, so der Geschäftsführer.

Die Fahrzeugauslieferung erfolgt über ein Zentrallager im belgischen Antwerpen. „Wir können für gewöhnlich innerhalb von drei bis vier Wochen liefern. Das ist angesichts der teilweise langen Lieferzeiten bei anderen Marken ein Vorteil“, erläutert Matthias Sileghem, Geschäftsführer der Importeursdachgesellschaft Ssangyong Motors Middle Europe. Die Ersatzteilversorgung läuft über ein Lager in den Niederlanden. „Die Händler in Deutschland können bis 15 Uhr bestellen und bekommen die Teile über Nacht geliefert“, so Sileghem.

Derzeit 250 Aufträge geschrieben

In diesem Jahr rechnet der Importeur mit einem Absatz von 1.000 Fahrzeugen und sieht sich auf dem Weg dahin im Plan. „Wir haben derzeit 250 Aufträge vorliegen, einige Autos sind bereits ausgeliefert. Da unser Händlernetz noch wächst, wird die Zahl der Aufträge mit dem Jahresverlauf steigen“, sagte Mehling. 80 Prozent der Verkäufe werden nach Ansicht des Geschäftsführers auf das neue Kompakt-SUV Korando entfallen, der Rest auf den größeren Rexton.

Der Van Rodius spielt in der Absatzplanung keine große Rolle. „Wir haben fünf Stück verkauft, vielleicht werden es am Ende 20“, sagte Mehling. 2012 soll die Zahl der Ssangyong-Neuzulassungen in Deutschland auf 2.000 steigen.

Hinter Ssangyong Deutschland steht das belgische Automobilvertriebs-Unternehmen Alcadis, das wiederum zur Handelsgruppe Alcopa gehört. Alcadis fungiert als Importeur asiatischer Fahrzeuge in den Beneluxstaaten, der Schweiz, Polen und Südafrika. Zum Portfolio gehören neben Ssangyong die Marken Hyundai, Suzuki und Isuzu.

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