Kfz-Gewerbe Thüringen Stabiler Markt, aber schwache Ausbildung

Von Von Holger Zietz 1 min Lesedauer

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Der Automarkt des Kfz-Gewerbes Thüringen steckt nicht in der Krise. Doch die Ausbildungszahlen sinken weiter. Hier will Präsident Helmut Peter abhelfen.

Die Mitglieder des Kfz-Gewerbes Thüringen trafen sich am 31. März in Erfurt zu ihrer Jahresversammlung. (Bild:  Zietz - VCG)
Die Mitglieder des Kfz-Gewerbes Thüringen trafen sich am 31. März in Erfurt zu ihrer Jahresversammlung.
(Bild: Zietz - VCG)

In Thüringen ist die Lage bei den Kfz-Betrieben weitgehend stabil. Von einer Krisenstimmung sei keine Rede: Das betonte Helmut Peter, Präsident des Landesverbandes des Kfz-Gewerbes Thüringen, bei der Mitgliederversammlung am 31. März in Erfurt. Peter skizzierte eine stabile Marktlage für Handel und Service. Die Zahlen des ersten Quartals 2026 bestätigen dies für das Kfz-Gewerbe.

Anspruchsvoll – aber keine Krise

Der Markt sei anspruchsvoll, aber kein Krisenmarkt, so Peter. Im Gegensatz zur Industrie, die schnell von Krisen spreche, gelte das nicht für Handel und Service. Der Markt verändert sich durch zunehmende Elektromobilität, deren politische Förderung jedoch aussteht.

Handel und Service müssen den Veränderungen Rechnung tragen, forderte Peter. Im Service gewinnt die Mechatroniker-Ausbildung mit Fachrichtung System- und Hochvolttechnik zunehmend an Bedeutung. Darauf sollten die Betriebe reagieren. Vertragswerkstätten reparieren bereits Elektrofahrzeuge; erste freie Betriebe folgten inzwischen dieser Entwicklung.

Sorge um Ausbildungsverträge

Der Landesverband beobachtet mit Sorge den Rückgang der Ausbildungsverträge für System- und Hochvolttechniker. 2025 wurden nur 80 Verträge abgeschlossen, 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Hier will der Landesverband sich besser aufstellen und eine neue Ausbildungsstätte einrichten: Bisher gab es nur den Standort Gera; seit Jahresanfang kommt Gotha hinzu.

Ab August 2026 wird deshalb die Walter-Gropius-Schule in Erfurt bei mindestens 15 Schülern eine Fachklasse einrichten. Die Zusage des Schulträgers liegt vor, auch die Lehrer sind motiviert und die Ausstattung ist vorhanden, so Peter. Der Einzugsbereich umfasst die Innungen Erfurt, Weimarer Land und Nordthüringen. Gute Anbindungen machten sie attraktiv.

In Thüringen sind rund 800 Betriebe Mitglied im Landesverband, den Helmut Peter seit 2020 als Präsident führt.

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