Kulanzerweiterung Stellantis öffnet Kundenportal für Problemfälle mit Puretech-Motoren

Von Jens Rehberg 1 min Lesedauer

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Einst war der PSA-Dreizylinder mit unter Öl laufendem Zahnriemen, der erst nach 240.000 Kilometern getauscht werden sollte, gefeiert worden. Jetzt musste der Hersteller einen speziellen Prozess aufsetzen, um die zahlreichen Probleme mit dem Motor effizient entschädigen zu können.

2014er Dreizylinder-„Puretech“-Turbo(Bild:  Stellantis)
2014er Dreizylinder-„Puretech“-Turbo
(Bild: Stellantis)

In Deutschland können Kunden, denen ihre so genannten EB-Motoren von Stellantis erst spät Probleme bereitet haben, ab sofort über ein Online-Verfahren Entschädigung beantragen. Bereits im Januar war das Portal für spanische und französische Kunden geöffnet worden, jetzt ziehen andere europäische Märkte – darunter Deutschland – nach. Welche Größendimension an Vorgängen der Hersteller hierzulande erwartet, will die Rüsselsheimer Pressestelle allerdings nicht sagen.

Das von PSA entwickelte Aggregat wurde drei Jahre nach seiner 2012 gestarteten Produktion für seine Effizienz in Bezug auf Schadstoffausstoß und Verbrauch erstmals zum „Engine of the Year“ gewählt. Mit der Zeit offenbarten sich jedoch größere Probleme mit der Ölversorgung und dem Zahnriemen der 1,0- und 1,2-Liter-Maschinen, die von leicht erhöhtem Ölverbrauch bis hin zu kapitalen Motorschäden reichten. Ab der zweiten Generation der „Puretech“-Motoren, die in zahlreichen Modellen von Peugeot, Citroën, Opel, Fiat und Jeep verbaut sind, verbesserte der Hersteller die meisten Komponenten der Motorenreihe. So ersetzten die Ingenieure den Zahnriemen mittlerweile durch eine Steuerkette.

Im vergangenen Jahr verlängerte Stellantis zunächst die Garantie für EB-Motoren auf zehn Jahre oder 180.000 Kilometer Laufleistung. Aktuell können die Kunden versuchen, sich die Reparaturkosten infolge hohen Ölverbrauchs beziehungsweise eines Kolbenring- oder Ölabscheiderproblems oder aber eines vorzeitigen Zahnriemenverschleißes zurückzuholen, sofern sie in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 angefallen sind. Außerdem muss die Reparatur von einem Servicepartner des Herstellers ausgeführt und der Wartungsplan eingehalten worden sein.

Im Partnernetz wurde die Maßnahme begrüßt. Der Hersteller stelle sich den Problemen und halte mit dem digitalen Entschädigungsverfahren übermäßige administrative Arbeiten von seinen Servicepartnern fern, hieß es.

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