Steuergeräte: Kaputt oder nicht kaputt?
In Zusammenarbeit mit dem Kraftfahrzeugtechnische Institut (KTI) hat Bosch ein Zusatzmodul für seine Diagnosesoftware „Esitronic“ vorgestellt. Dank ihm können Werkstätten und Kfz-Sachverständige schnell und einfach ermitteln, ob ein Steuergerät nach einen Unfallschaden defekt ist oder nicht.
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Bosch hat ein spezielles Modul für die Werkstattsoftware Esitronic und den Diagnose-Tester KTS vorgestellt. Mit ihm können Werkstätten und Kfz-Sachverständige schnell und einfach ermitteln, ob ein Steuergerät einen Unfallschaden „überlebt“ hat, oder defekt ist. Eine Schnittstelle über das ASA-Werkstattnetz „Asanetwork“ erlaubt dem Anwender die Übergabe der ermittelten Daten aus der Esitronic an die Software, die von der Sachverständigen-Organisation oder der Versicherungswirtschaft genutzt wird.
Hintergrund: Die Zahl elektronischer Bauteile in modernen Pkw wächst und wächst. Immer öfter stehen deshalb Schadengutachter, Kfz-Sachverständige, die Versicherungswirtschaft und natürlich auch Kfz-Betriebe vor Problemen bei der Wertermittlung bzw. dem Kostenbedarf einer Instandsetzung im Zuge eines Unfallschadens. Denn bislang fehlten schnelle und kostengünstige Möglichkeit, um zum Beispiel die Funktion elektronischer Steuergeräte zu prüfen. Nicht selten wurden die hochwertigen Bauteile deshalb nach einem Unfall auf Verdacht ausgetauscht.
Einfacher Prüfablauf spart Zeit und steigert die Effizienz
Mit dem Modul von Bosch wird der Prüfablauf vereinfacht. Während der Prüfung muss der Anwender das Fahrzeug nur einmal identifizieren. Zudem schließt der automatisierte Prüfablauf Fehler aus. Die standardisierten Prüfergebnisse können anschließend in den unterschiedlichen EDV-Systemen z. B. der Sachverständigen-Organisation oder der Versicherungswirtschaft, dokumentiert und weiterverarbeitet werden.
Entwickelt hat Bosch das neue Modul zusammen mit dem Kraftfahrzeugtechnischen Institut und Karosseriewerkstätte (KTI). Dessen Gesellschafter kommen aus der Versicherungswirtschaft, von Sachverständigen-Organisationen und dem Kfz-Handwerk. Im Zuge eines mehrstufigen Auswahlverfahrens hatte sich das KTI letztlich für die Bosch-Lösung entschieden. Verfügbar ist das neue Modul mit dem kommenden Esitronic-Update 3/2010. Die Kosten belaufen sich auf 80 Euro pro Jahr.
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