Studenten als Manager eines Autohauses

Redakteur: Johannes Büttner

Das internationale Unternehmensplanspiel Nucars bereitet Studenten der Automobilwirtschaft praxisnah auf das Berufsleben vor. Auch deutsche Teilnehmer waren in Frankreich dabei.

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Bereits zum dreizehnten Mal konnten sich Studierende im Rahmen des internationalen Unternehmensplanspiels Nucars praxisorientiert auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten. Sie hatten gut eine Woche Zeit, um in Kleingruppen ein virtuelles Autohaus zu managen.

Im Mittelpunkt standen dabei die englische Sprache, interkulturelle Kommunikation sowie das Agieren im Team. Austragungsort war in diesem Jahr die Ecole Superieure des Sciences (ESSCA), die Studierende aus verschiedenen Instituten und Hochschulen mit automobilwirtschaftlichen Studiengängen nach Frankreich einlud.

Die Studenten haben die Aufgabe, ein verlustreiches Autohaus zu managen und in die Gewinnzone zu führen. Die Simulation zwingt die Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich, Dänemark und den USA, die Rahmenbedingungen realistisch einzuschätzen und geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Zunächst machen sie sich anhand eines Study-Books mit den vorgegebenen Ressourcen vertraut – von den Öffnungszeiten über die Personal- und Betriebsausstattung bis hin zur Finanzierung des Unternehmens. Dann müssen sie gemeinsam im Team ihre weitreichenden Entscheidungen treffen. Dabei sind sie den üblichen Einflüssen des Marktes ausgeliefert.

Arbeitssprache Englisch

Die Studenten gingen hochkonzentriert an ihre Arbeit. Sie verglichen Unternehmensdaten, rechneten und diskutierten – alles auf Englisch, versteht sich. Ihr Ziel war es nicht nur, die Profitabilität des simulierten Betriebes zu steigern. Als weitere Prüfsteine galten die Umsetzung der geforderten Herstellerstandards sowie die Kundenzufriedenheit.

Neben dem Trainingsprogramm kamen die Freizeit und der Wissenstransfer nicht zu kurz. Bereits die Hinfahrt war mit einem Paris-Besuch verbunden, die Rückfahrt führte über den Auto-Salon in Genf. Dazwischen erfolgten Ausflüge zum „Village de l‘Automobile“ in Cholet und zu einer Wissenstour durch einen alten Weinkeller. Daneben standen Vorträge zur Zukunft des Automobilvertriebs in Zeiten der Krise sowie Besuche bei Händlerunternehmen im Mittelpunkt.

Am Ende der Woche gab es auch ein Siegerteam, das den Betrieb innerhalb eines Wirtschaftsjahres am besten auf Vordermann gebracht hatte. Teresa Röhm und Dawid Kurzyca aus dem Studiengang „Automobilwirtschaft – Automotive Business“ an der HfWU in Geislingen waren maßgeblich am Erfolg ihres Teams beteiligt. Ebenso wie ihre Mitstreiter erhielten sie ein Preisgeld von 100 US-Dollar.

Networking und Wissenstransfer

Gewonnen haben letztlich aber alle Teilnehmer, werden ihnen die interkulturellen Erfahrungen doch lange in Erinnerung bleiben. „Die Bildung von Netzwerken und der Wissenstransfer sind zentrale Aspekte, die für die Studierenden aus dem Unternehmensplanspiel besonders wichtig sind“, meint denn auch Prof. Dr. Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen,

Er begleitet Nucars seit zwölf Jahren. Die beteiligten Institute, in Deutschland sind das die BFC in Calw und Northeim sowie die HfWU in Geislingen, leisten seiner Ansicht nach einen wesentlichen Beitrag, um den stets steigenden Anforderungen der Globalisierung an ihre Studenten gerecht zu werden.

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