Studie: Mehr Ertrag mit Ersatz- und Mietwagen

Redakteur: Jens Rehberg

Einer IFA-Analyse zufolge kann ein eigenständiges Profit-Center im Ersatzwagen- und Vermietgeschäft zum Teil beachtliche Deckungsbeiträge liefern und zudem den Neu- und Gebrauchtwagenbereich anschieben.

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Wird das Geschäft mit Ersatz- und Mietwagen im Autohaus professionell betrieben, kann es einen beachtlichen Beitrag zur Rentabilität des Unternehmens leisten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA), die im Auftrag der Autovermietung der VW/Audi-Händler – Euromobil – durchgeführt wurde. Im Rahmen der Befragung interviewten die Marktexperten über 120 Führungskräfte aus dem Autohandel.

Der Studie zufolge erreichen Betriebe, die das Geschäft mit Ersatz- und Mietwagen gut im Griff haben, jährliche Deckungsbeiträge von durchschnittlich mehr als 1.200 Euro je Fahrzeug (DB III von rund 9 Prozent – gemessen am Umsatz). In der Spitze erreichten einzelne Unternehmen gar Deckungsbeiträge von bis zu 2.000 Euro je eingesetztem Mietfahrzeug. Schlechtere Betriebe erwirtschafteten dagegen lediglich einen durchschnittlichen Deckungsbeitrag von 2,7 Prozent.

Impulse für den Neuwagenhandel

Durch den Neuwagenbedarf für das Vermietgeschäft stellten die IFA-Experten zudem zusätzliche Impulse für das Neuwagengeschäft fest. Der Neuwagenabsatz lasse sich demnach sich in Abhängigkeit von der Haltedauer der Vermietfahrzeuge um bis zu 7 Prozent steigern. Flottenfahrzeuge für den Ersatzwagenbereich erzielten einen Bruttoertrag von knapp 5 Prozent (gemessen am Neuwagenumsatz).

Außerdem ergeben sich laut der Studie durchschnittliche Bruttoerträge in Höhe von bis zu fünfzehn Prozent sowie Deckungsbeiträge von bis zu 5 Prozent (gemessen am Gebrauchtwagenumsatz) aus der Vermarktung der Mietflotte. Diese Zahlen basierten auf der Auswertung von Ist-Werten. „Das Re-Marketing trägt außerdem zur Optimierung der Kosten und Prozesse bei der Beschaffung geeigneter Gebrauchtwagen sowie zur Erhöhung der Flexibilität bei kurzfristigen Sortimentsschwächen bei“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Stefan Reindl.

E-Mail-Kontakt: info@euromobil.de

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