Studie unterscheidet vier Mobilitätstypen
Der Beratungsbedarf für Autofahrer wächst. Damit Kfz-Betriebe auf die Bedürfnisse ihrer Kunden besser eingehen können, hat eine AGVS-Studie vier Mobilitätstypen unterschieden.
Damit Kfz-Betriebe auf die Bedürfnisse ihrer Kunden besser eingehen können, hat eine Studie des Schweizer Autogewerbeverbands AGVS vier Mobilitätstypen herausgestellt. Diese unterscheiden sich in zwei Dimensionen. Einerseits bezüglich des Mobilitätsverhaltens – nutzt der Verbraucher vorwiegend das eigene Auto oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Andererseits differenzieren sie bezüglich der Wertorientierung – für die einen dominieren Prestige und Komfort, für die anderen die Sorge um die Umwelt.
Mobilitätstyp 1 – Prestigeorientiert: Das eigene Auto ist einerseits das zentrale Verkehrsmittel und darüber hinaus ein Ausdruck von Prestige sowie eine Quelle der Freude. Bei der Wahl des Verkehrsmittels stehen weder Umweltsorgen noch Kosten im Vordergrund, sondern Zeitersparnis und allgemeine Mobilitätsbedingungen. Der Klimaschutz als gesellschaftliche Aufgabe wird nicht stark gewichtet. Die prestigeorientierten Automobilisten sind der Meinung, dass sich zugunsten des Umweltschutzes die Technik verändern muss, nicht das Mobilitätsverhalten der Menschen.
Mobilitätstyp 2 – Komfort-Kostenorientiert: Für den alltäglichen Verkehr verwenden die Komfort-Kostenorientierten aus praktischen Gründen meist das Auto. Das Prestige spielt eine Rolle, aber Bequemlichkeit und Kosten sind ihnen deutlich wichtiger. Es gilt: „Lieber im Stau stehen, als im vollen Zug fahren.“ Sie empfinden den Klimaschutz als wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Dieses Bewusstsein schlägt sich jedoch nicht auf ihr Verkehrsverhalten nieder.
Mobilitätstyp 3 – Pragmatiker: Dieser Typ wählt das Verkehrsmittel gezielt nach der jeweiligen Situation aus. Komfort und Unabhängigkeit sind wichtig, diese Aspekte werden aber gleichrangig mit Fahrrad, ÖV und Auto verbunden. Die Pragmatiker legen Wert darauf, keine „Ökos“ zu sein. Aus praktischen Gründen kann auf kurzen Distanzen auch das Auto zum Zug kommen. Sie sind der Meinung, dass sich zugunsten des Umweltschutzes nicht die Fahrzeuge, sondern deren Kombinationsmöglichkeiten ändern müssen. Im Zweifelsfall gilt: Lieber im vollen Zug fahren als im Stau stehen.
Mobilitätstyp 4 – Umweltorientiert: Umweltaspekte spielen bei der Verkehrsmittelwahl die Hauptrolle. Als weiteres Kriterium werden die Kosten abgewogen. Am häufigsten nutzt dieser Typ die öffentlichen Verkehrsmittel und das Fahrrad. Der Klimaschutz wird als eine der wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft betrachtet. Diese Haltung schlägt sich direkt im Verhalten nieder: Die Autos sollen klein und sehr sparsam sein.
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