Herbstforum Stuttgarter Kfz-Innung fordert von der Politik mehr Tempo

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

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Auf ihrem Herbstforum in Ludwigsburg warnte die Kfz-Innung Region Stuttgart vor den Folgen zögerlichen Handelns. Das belaste die Betriebe und die deutsche Wirtschaft.

Freuten sich über die rege Teilnahme am Herbstforum: Christian Reher, Geschäftsführer Innung Region Stuttgart, Obermeister Torsten Treiber mit Christina Stumpp, stellv. Generalsekretärin der CDU, Frank Schnierle, stellv. Obermeister, und Innungsvorstandsmitglied Rainer Äckerle.(Bild:  Zietz - VCG)
Freuten sich über die rege Teilnahme am Herbstforum: Christian Reher, Geschäftsführer Innung Region Stuttgart, Obermeister Torsten Treiber mit Christina Stumpp, stellv. Generalsekretärin der CDU, Frank Schnierle, stellv. Obermeister, und Innungsvorstandsmitglied Rainer Äckerle.
(Bild: Zietz - VCG)

Deutlich formulierte Erwartungen an die Bundespolitik prägten das Herbstforum der Kfz-Innung Region Stuttgart am Donnerstag (21. November) in der Musikhalle Ludwigsburg. Als Gastrednerin war Christina Stumpp, stellvertretende Generalsekretärin der CDU und Bundestagsabgeordnete, eingeladen.

In der Podiumsdiskussion wurde schnell das zentrale Anliegen der Stuttgarter deutlich: Entscheidungen müssten schneller getroffen und Verfahren deutlich beschleunigt werden. Öffentliche Bauprojekte zögen sich zu lange hin, zudem sei in manchen Kommunen eine zunehmende Autofeindlichkeit spürbar, so die Kritik.

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„Wir müssen wieder ins Machen und Anpacken kommen“, forderte Frank Schnierle, stellvertretender Obermeister der Innung. Die Betriebe würden durch bürokratische Pflichten massiv belastet und könnten sich dadurch weniger auf ihr eigentliches Geschäft konzentrieren. Stumpp zeigte für diese Kritik Verständnis und kündigte an, die Zahl der betrieblichen Beauftragten insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen künftig verringern zu wollen.

Auch Obermeister Torsten Treiber plädierte für einen konsequenten Bürokratieabbau. Er sprach sich für eine regelmäßige Überprüfung von Gesetzen und Verordnungen aus: „Abschaffen, wenn sie nicht notwendig sind – und das unverzüglich.“ Bürokratie führe zu einer unternehmensfeindlichen Umgebung, so Treiber.

Strukturwandel darf nicht zum Niedergang der Autoindustrie führen

Stumpp betonte Wirtschaftspolitik als zentrale Zukunftsaufgabe der Bundesregierung. Besonders die Automobilbranche befinde sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der Baden-Württemberg als Kernregion der Industrie besonders stark treffe. Sie warnte vor einem Strukturwandel, der zu einer Entwicklung wie in Detroit führen könne, wo der Niedergang der Autoindustrie zu wirtschaftlichem Verfall geführt habe.

Damit es im Südwesten nicht so weit komme, appellierte Stumpp an den Erfindergeist der baden-württembergischen Unternehmen – „das Land der Tüftler und Denker“. Ob die Region gestärkt aus der Transformation hervorgehe, sei noch offen. Der Wandel hin zur Elektromobilität bedeute auch den Verlust von Arbeitsplätzen bei Zulieferern, da ein Elektroauto weniger Teile benötige.

Stumpp stellte zudem klar, dass sie den Abschied vom Verbrennungsmotor nicht für endgültig halte. Die CDU setze sich weiterhin für Technologieoffenheit ein und lehne ein Verbot von Verbrennern ab. Entscheidend sei, dass Verbraucher neue Technologien akzeptierten und sich diese auch leisten könnten.

Zum Abschluss kündigte Obermeister Torsten Treiber seinen Rückzug aus dem Amt an. Bei den Vorstandswahlen im Jahr 2026 wird sich sein Stellvertreter Frank Schnierle für die Nachfolge bewerben.

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