Self-Driving Urban E-Shuttle SUE Stylische und autonome Fahrten werten Nahverkehr auf

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Wo Busse selten fahren und Personal fehlt, soll ein elektrischer Minibus einspringen: Der autonome People Mover SUE setzt auf 48-Volt-Technik, modulare Plattform und Tempo 50. In Bayern rollt er bereits im Testbetrieb.

Mitte Februar haben die UE Studios das Self-Driving Urban E-Shuttle SUE der Öffentlichkeit vorgestellt.(Bild:  UE | Studios/Maximilián Balázs)
Mitte Februar haben die UE Studios das Self-Driving Urban E-Shuttle SUE der Öffentlichkeit vorgestellt.
(Bild: UE | Studios/Maximilián Balázs)

Auf dem Land und in vielen Vororten bleibt der öffentliche Nahverkehr lückenhaft. Gerade dort verschärfen demografischer Wandel, Fahrermangel und nicht refinanzierbare Personalkosten die Situation zusätzlich. Eine mögliche Antwort auf dieses Dilemma rollt nun als autonomer Minibus vor: Der People Mover SUE („Self-Driving Urban E-Shuttle“) soll künftig kurze Distanzen schließen und neue Verbindungen schaffen. Entwickelt wurde das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Projekt von den Uedelhoven Studios im bayerischen Gaimersheim. Der Design- und Ingenieurdienstleister will mit SUE ein skalierbares Nahverkehrsfahrzeug „Made in Germany“ auf die Straße bringen.

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Typisch für elektrisch angetriebene People Mover steht SUE auf einer sogenannten Skateboard-Plattform. Die Technik ist flach im Fahrzeugboden untergebracht, die Achsen sitzen weit außen. Das schafft Platz im Innenraum und ermöglicht einen stufenlosen Einstieg. Zwei Schiebetüren führen in einen Fahrgastraum, der auf wohnliche Gestaltung und nachhaltige Materialien setzt. Auch von außen zeigt sich eine hochwertige Anmutung mit modernen und freundlichen Formen, Mattlack und großzügiger Verglasung. Letztere sorgt für eine Rundumsicht, auch im Dach gibt es ein Glasmodul.

Technisch ist der Minibus bereits auf den realen Betrieb ausgelegt. SUE erreicht bis zu 50 km/h und liegt damit über dem Leistungsniveau vieler bisheriger autonomer Shuttle-Konzepte. Die Energie wird in einer von Elring-Klinger entwickelten 63-kWh-Batterie gespeichert. SUE ist mit einem 45-Kilowatt-Antrieb ausgerüstet, es sind jedoch verschiedene Leistungsstufen vorgesehen: Eine günstige 23-Kilowatt-Version ist ebenso angedacht wie eine leistungsstarke Spitzenversion mit stolzen 160 kW (229 PS).

Das sogenannte Smart-Chassis ist als modulare Basis auch für weitere Fahrzeugvarianten vorgesehen. Auffällig ist zudem die 48-Volt-Architektur: Sie arbeitet im Niedervoltbereich, erhöht den Berührungsschutz und reduziert Wartungsaufwand sowie Betriebskosten. Kommunen benötigen dadurch kein spezielles Hochvolt-Fachpersonal, was vor allem kleineren Betreibern zugutekommt. Eine modulare Systemstruktur soll außerdem Reparaturen vereinfachen und spätere technische Updates ermöglichen.

Mit Straßenzulassung und Ausnahmegenehmigung für den autonomen Testbetrieb ist SUE bereits im öffentlichen Raum unterwegs. Während aktuell noch ein Fahrer bzw. Operator vorgesehen ist, um das auf dem Level 2 zertifizierte Fahrzeug bewegen zu können, will SUE perspektivisch vollautonom unterwegs sein; das entsprechende Bedienmodul lässt sich dann leicht demontieren.

Als Modellregion gilt unter anderem die geplante Verbindung zwischen Neustadt an der Donau und Bad Gögging. Dort soll das Shuttle perspektivisch als autonomes Bindeglied fungieren, um bestehende Verkehrsnetze zu ergänzen und neue Direktverbindungen zu schaffen. Dieser Ansatz lässt sich nach Einschätzung der Entwickler grundsätzlich auch auf andere Regionen Europas übertragen.

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