130294,142009,230116 Subaru-Händlerbeirat: Eine Ära geht zu Ende
Präsident Manfred Eimansberger (re.) übergibt sein Amt nach fast 15-jähriger erfolgreicher Arbeit an der Spitze des Subaru-Händlerverbands an seinen Nachfolger Thomas Knauber.
Staffelwechsel beim deutschen Subaru-Händlerbeirat: Nach fast 15 Jahren erfolgreicher Tätigkeit an der Spitze des Händlerverbands ist Manfred Eimansberger aus dem Amt geschieden. Bei der Jahreshauptversammlung des Verbands am vergangenen Samstag in Mannheim stellte sich Eimansberger nicht mehr zur Wiederwahl. „Es war eine schöne Zeit, die von manch harter Auseinandersetzung aber auch von sehr positiven menschlichen Erfahrungen geprägt war. Ich bin stolz auf die geleistete Arbeit und danke sowohl meinen Vorstandskollegen als auch den Vertretern von Subaru Deutschland für die stets faire und konstruktive Zusammenarbeit“, sagte Eimansberger zum Abschied. Nicht zuletzt aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung im vergangenen Jahr sei es jedoch nun an der Zeit aufzuhören und das Amt in die Hände eines Jüngeren zu legen.
Thomas Knauber übernimmt Vorsitz
Anschließend wählten die 180 anwesenden Verbandsmitglieder den 46-jährigen Thomas Knauber, Subaru-Händler im saarländischen Becksbach und seit acht Jahren Mitglied des Verbandsvorstands, in offener Abstimmung mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten des Subaru-Händlerbeirats. Als dessen Stellvertreter bestimmten die Mitglieder in geheimer Wahl die ebenfalls langjährigen Vorstandsmitglieder Josef Gogeißl und Henry Siebeneicher. Als neue Beisitzer gewählt wurden Thomas Schüppler, Stephan Eimansberger und Olaf Steffes.
In seinem letzten Tätigkeitsbericht ging der scheidende Verbandspräsident nochmals auf die derzeit drängendsten Probleme der deutschen Subaru-Händler ein. Dabei stellte Eimansberger das Dauerthema Rabattschleuderei und das Problem zu hoher Restwertrisiken in den Mittelpunkt. „Auch wenn sich manches verbessert hat, sind wir bei den Restwerten vielfach nicht mehr konkurrenzfähig“, so Eimansberger.
Als „schlichte Überlebensfrage“ bezeichnete Eimansberger die Bekämpfung der Rabattschleuderei bei Grauimporteuren aber auch vereinzelten Händlern aus den eigenen Reihen. „Es ist betriebswirtschaftlicher Irrsinn unsere Autos mit Preisnachlässen von bis zu 20 Prozent zu verkaufen. Damit schwächen wir unsere Verhandlungsposition gegenüber Subaru Deutschland und schaden zugleich unserer Marke“, so Eimansberger kämpferisch.
Becker: „Rückehr zur Normalität“
Auch sein neugewählter Nachfolger Thomas Knauber äußerte sich kritisch über einige Fehlentwicklungen des Importeurs. So seien manche Ausstattungspakete „nicht sehr sinnvoll“ und das bestehende Bonus-System „viel zu kompliziert und intransparent“. An Subaru-Deutschland-Chef Jens Becker gewendet, sagte Knauber: „Macht`s bitte wider einfacher und führt das Bonus-System auf früher bewährte Standards zurück.“
Becker versprach, dass sich der Importeur bemühen werde, das Bonus-System - trotz wettbewerbsrechtlicher Vorgaben - künftig „besser und für die Händler so einfach wie möglich zu gestalten“. In seiner Laudatio zum Subaru-Jubiläumsjahr 2010 (30 Jahre Subaru Deutschland und 25 Jahre Subaru-Händlerbeirat) ging Becker auf die aktuelle Lage der Autobranche ein. So sei das „zugegebenermaßen schwierige Jahr eins nach der Abwrackprämie“ mit geschätzten 2,8 Millionen Neuzulassungen „kein Katastrophenjahr, sondern ein Jahr der Normalisierung“. Dies werde vor allem den Automobiilherstellern dabei helfen, „endlich wieder zu realistischeren Absatzzielen“ zurückzukehren.
Angesichts der neuen Herausforderungen sei es für die Marke Subaru umso wichtiger die regelmäßigen Top-Werte bei Kunden- und Händlerzufriedenheit (Marken-Monitor, DSI) medial darzustellen. „Tue Gutes und rede darüber: Dazu ist nicht nur der Importeur im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten aufgerufen. Auch Sie als Händler sollten das tun“, so Becker. Enttäuscht zeigte er sich in diesem Zusammenhang aber über die - angesichts der „exzellenten Konditionen“ (360 Tagen Zinsfreiheit) - „deutlich zu zaghafte“ Bestellfreudigkeit der Händler bei Subaru-Sondermodellen.
Hohe Ehrung für Manfred Eimansberger
Zugleich hatte Becker für die Händler aber auch einige positive Nachrichten im Gepäck: So zeigte er erstmals Bilder des neuen Impreza XV (Premiere Anfang März in Genf) und kündigte für 2011 den neuen Impreza sowie einen „komplett neuen Kleinwagen“ an. Beckers wichtigstes Versprechen bezog sich auf die ab 1. Juni geltende neue Kfz-GVO: „Wir sehen im Bereich Service und Teile grundsätzlich keinen Handlungsbedarf. Deshalb wird es - abgesehen von einigen kleineren Anpassungen - mit Sicherheit keine Vertragskündigungen geben.“
Dem scheidenden Verbandspräsidenten Manfred Eimansberger bescheinigte Becker ebenso wie Emil-Frey-Deutschland-Chef Rudolf Wohlfarth („Wir sind in den vergangenen 15 Jahren echte Freunde geworden“) ein Übermaß an positiven menschlichen Eigenschaften. „Verlässlichkeit“, „Ehrlichkeit“, „Offenheit“, „Konzillianz und Kompromissfähigkeit“, „Kritikfähigkeit“ aber auch „Temperament und eine stets menschliche und herzliche Art“ prägten Eimansbergers Charakter. Im Namen seiner Vorstandskollegen dankte Josef Gogeißl dem scheidenden Verbandspräsidenten für seinen „unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der deutschen Subaru-Händler“. Unter stehendem Applaus kürten die Verbandsmitgieder Manfred Eimansberger zum neuen „Ehrenpräsidenten“.
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