Komplett auf eine solche Trendwende verlassen will sich die Marke aber offensichtlich nicht. Amenda bestätigte, dass 2018 eine Hybrid-Version des Subaru XV eingeführt wird. Die neue Plattform, auf der das Auto steht, macht das möglich. Allerdings steht noch nicht fest, auf welchen Märkten die Kombination aus Verbrenner und Elektroantrieb verfügbar sein wird. Tests mit Hybridmodellen führt der Hersteller schon seit mehreren Jahren in den USA durch. Für 2020 planen die Japaner dann mit ihrem ersten reinen Elektroauto. „Für mich klingt das klar nach einer schrittweisen Abkehr vom Diesel“, schilderte ein Händler seine Eindrücke von den Regionaltagungen.
Amenda hatte bereits kürzlich im Gespräch mit »kfz-betrieb« seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, Hybride und Elektroautos auch baldmöglichst den deutschen Partnern zur Verfügung stellen zu können. „Aktuell ist das aber noch völlig offen“, so der Geschäftsführer von Subaru Deutschland.
Auch der Handel würde sich über Modelle mit alternativen Antrieben freuen: So sagt der Vorsitzende des Subaru-Händlerbeirats, Thomas Knauber vom Autohaus am Kraftwerk in Bexbach: „Selbst klassische Diesel-Kunden, die 40.000 Kilometer oder mehr im Jahr fahren, überlegen sich mittlerweile umzusteigen. Einige fragen dabei auch nach Hybriden.“
Unterschiedliche Reaktionen aus dem Handel
Im Handel sorgt die Nachricht von der sich ankündigenden Abkehr vom Diesel für gespaltene Reaktionen. „Wir könnten den Diesel natürlich weiter gebrauchen“, sagt Stefan Kronenberger, Geschäftsführer des Autohauses Kronenberger in Düsseldorf. „Aber es trifft uns nicht brutal, wenn er wegfällt“, so Kronenberger weiter. Ähnlich schätzt Thomas Golly vom Auto-Park Lang in Romrod-Zell die Situation ein. „Da in letzter Zeit viel Politik gegen den Diesel gemacht wurde, kommt das nicht unerwartet. Wir können damit umgehen.“
Josef Gogeißl, Geschäftsführer von Auto Gogeißl in Bad Kötzting, sieht die Lage dagegen negativer: „Ein XV ohne Diesel wäre für uns schon schlimm. Vor der Diskussion um Dieselfahrverbote hatten wir in unserem Marktgebiet einen Dieselanteil von rund 60 Prozent beim aktuellen XV“, sagt er. Zwar sei die Nachfrage nach Selbstzündern in den letzten Monaten etwas zurückgegangen, „aber ich bin der Meinung, dass sich das wieder ändern wird.“
„Eye-Sight“ sticht Handschalter aus
Neben dem wahrscheinlichen Verzicht auf ein Dieselaggregat wird Subaru im XV auch das Handschaltgetriebe streichen. Das hat einen einfachen Grund: Subaru verbaut in jedem neuen XV das Sicherheitssystem „Eye-Sight“ mit drei Frontkameras, über die ein Kollisionswarner samt Notbremsassistent, ein aktiver Spurhalteassistent sowie ein Abstandsregeltempomat läuft. Das ist allerdings nur in Verbindung mit einem automatischen CVT-Getriebe möglich, weshalb der Handschalter aus dem Programm fliegt.
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