Subaru WRX STI mit neuem Rundenrekord am Nürburgring
Ein modifizierter Subaru WRX STI ist die schnellste viertürige Limousine, die je die Nordschleife umrundet hat. Einige Komponenten des Rekord-Autos bringen die Japaner in Serie.
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Subaru hat sich im zweiten Anlauf den Rekord für die schnellste Rundenzeit am Nürburgring mit einer viertürigen Limousine mit Straßenzulassung gesichert. Nachdem der erste Versuch am 19. Mai noch ins Wasser gefallen war, umrundete der „WRX STI Type RA NBR“ die Nordschleife am 21. Juli in 6:57,5 Minuten. Damit unterbot der japanische Renner die bisherige Bestzeit für straßenzugelassene Viertürer deutlich – sie lag bei 7:32 Minuten, gehalten von einer Giulia von Alfa Romeo.
Über die Straßentauglichkeit des modifizierten WRX STI kann man allerdings streiten. Unter anderem hatten die Japaner an ihrem Rekordauto einen großen Diffusor angebracht, der von der Karosserie abgesetzt war. Das ist im Langstrecken-Rennsport üblich, auf der Straße sieht man diese Technologie aber nicht. Auch der nach hinten klappbare Carbon-Heckflügel ist eigentlich nur für den Einsatz auf der Rennstrecke zu gebrauchen. Im Innenraum hat Subaru zudem jegliches überflüssige Gewicht eingespart, die Nürburgring-Version des WRX hatte beispielsweise keinen Beifahrersitz an Bord.
Der Motor im Rekord-Auto hat ebenfalls wenig mit der Serienversion zu tun. Der Zweiliter-Vierzylinder-Boxer unter der Haube ist auf über 600 PS aufgeblasen. Aufgrund der deutlich höheren Leistung – in Serie hat ein Subaru WRX derzeit 300 PS – mussten die Japaner zudem ein neues Getriebe einsetzen.
Einige Komponenten des WRX STI Type RA NBR – RA steht für „Ring Attempt“, NBR für „Nürburgring“ – will Subaru aber tatsächlich in Serie bringen. Für 2018 haben die Japaner einen WRX STI Type RA angekündigt. Er dürfte eine zivilere Version des Rekord-Autos werden. So will Subaru aus dem 2,5-Liter-Vierzylinder-Boxer zehn PS mehr als bislang herauskitzeln und die Leistung auf 310 PS anheben. Veränderungen soll es auch an der Steuereinheit und Luftansaugung geben, zudem erhält der WRX neue Kolben und einen anderen Auspuff. Beim Sechsganggetriebe wollen die Japaner die Übersetzung des dritten Gangs anpassen.
Auch optisch wird sich das Sondermodell leicht vom bisherigen WRX abheben, sowohl außen als auch innen sollen rote Elemente auf die zusätzliche Power hinweisen. Deutsche Subaru-Fans werden davon allerdings nichts haben. Die auf 500 Stück limitierte Auflage des WRX STI Type RA ist allein für die USA gedacht.
Eine ähnliche Strategie verfolgen die Japaner auch mit dem BRZ. Auch für die Roadster soll es ein Sondermodell namens BRZ tS geben. Er erhält unter anderem neue Dämpfer vorne und hinten, eine neue Bremsanlage für bessere Verzögerung und einen Carbon-Heckflügel, um die Aerodynamik zu steigern. Wie der WRX soll auch der modifizierte BRZ an den roten Designmerkmalen zu erkennen sein.
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