Im Unternehmen kümmern sich Hubert Südholt und seine Söhne Thomas und Frank um den Mehrmarkenservice. Geschäftsführer Stefan Hülsdünker ist für den Neu- und Gebrauchtwagenhandel verantwortlich. Pro Jahr vermarktet er in der 8.000-Seelen-Gemeinde immerhin 350 Fahrzeuge, von denen die meisten auch wieder zum Service kommen. Direkt neben der Einfahrt der freien Werkstatt stehen rund 30 gut aufbereitete und nach Segmenten geordnete Fahrzeuge für den Verkauf bereit. Sie fallen natürlich auch den Werkstattbesuchern ins Auge. „Das Werkstattgeschäft und der Fahrzeughandel gehören untrennbar zusammen. Denn irgendwann braucht ja auch der Servicekunde ein neues Auto“, erklärt Stefan Hülsdünker.
Im Autohaus Südholt & Hülsdünker ist der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen ein wichtiges Instrument, um neue Kunden zu gewinnen und die Bestandskunden weiterhin an die freie Werkstatt zu binden. Dass die Käufer von Neuwagen innerhalb der Gewährleistungszeit nicht zu den Vertragswerkstätten zum Service fahren müssen, ist den Kunden des freien Kfz-Betriebs bekannt. „Wenn mich einer meiner Kunden fragen würde, ob er sein neues Auto in den ersten 24 Monaten in einer Fabrikatswerkstatt warten und reparieren lassen muss, dann hätte ich meinen Job falsch gemacht“, sagt Stefan Hülsdünker und schmunzelt.
Dialogannahme entfällt
Die Kunden schätzen die fachliche Beratung und hohe Arbeitsqualität der freien Werkstatt. Daraus hat sich im Laufe der Zeit ein besonderer Hol- und Bring-Service entwickelt: Über die Hälfte der Servicefahrzeuge werden von den Kunden geholt und nach der Wartung beziehungsweise Reparatur wieder an sie zurückgebracht. Dass bei diesen Fahrzeugen keine Dialogannahme durchgeführt werden kann, ist für Hubert Südholt kein Nachteil: „Wegen des Hol- und Bringservices verkaufen wir nicht weniger Werkstattleistungen und Ersatzteile.“ Fallen den Servicemitarbeitern während der Reparatur zusätzliche Fahrzeugmängel auf, werden diese nach Rücksprache mit den Kunden in der Regel sofort behoben. „Unsere Stammkunden vertrauen uns. Dringend notwendige Arbeiten lassen sie auch ohne einen schriftlichen Auftrag von uns durchführen“, betont der Betriebsinhaber.
Die Zuverlässigkeit der freien Werkstatt und die guten Erfahrungen mit den Serviceleistungen sprechen sich im Münsterland schnell herum. Deshalb ist die Mund-zu-Mund-Propaganda für die beiden Geschäftsführer die effektivste und billigste Werbung. „Die Menschen mögen es nicht, wenn man ihnen Reparaturarbeiten mit der Brechstange verkauft. Das gilt auch für den Fahrzeughandel“, sagt Stefan Hülsdünker.
(ID:44423307)