Suzuki-Händler der ersten Stunde ist insolvent
Am Ende einer langfristig rückläufigen Geschäftsentwicklung hat das Suzuki-Autohaus Wagner in Aachen aufgegeben. Zuletzt hatte auch die Hausbank nicht mehr mitgespielt.

Das Aachener Autohaus Wagner, ein Suzuki-Händler der ersten Stunde, ist insolvent. Das Aus ist nach Angaben des Firmeninhabers Thomas Wagner das Ergebnis einer dauerhaft rückläufigen Geschäftsentwicklung. „Das Geschäft wurde grundsätzlich immer schwieriger, am Ende spielte unsere Hausbank nicht mehr mit“, wird der Kfz-Techniker-Meister in der Aachener Zeitung zitiert. Das Unternehmen existierte seit 1968.
Wagner hatte die Betriebsführung vor vier Jahren von seinem Vater übernommen, der das Unternehmen zunächst als Werkstatt gegründet hatte und seit dem Marktstart von Suzuki in Deutschland das Fabrikat vertrat. Die von den Japanern gelieferten Fahrzeuge, speziell die Offroader, erfreuten sich anfangs großer Beliebtheit, die Firma wuchs.
Auch als Suzuki die Allrad- und Offroad-Kompetenz mit immer mehr Konkurrenten teilen musste, blieb das Unternehmen der Marke treu, lebte mit Offroad-Treffen und Fahrkursen abseits der Straßen die Kundenbindung. Die rückläufige Entwicklung konnte dieser Einsatz nicht aufhalten, am Ende zählte der Betrieb nur noch zwei Mitarbeiter. „Aus eigener Kraft war es nicht mehr zu schaffen, ich musste die Notbremse ziehen“, sagte Wagner gegenüber der „Aachener Zeitung“.
Inzwischen hat die Abwicklung des Firmensitzes begonnen, der Hof ist leer. Die Insolvenz ist zugleich ein Schlag für die Automeile Dresdener Straße/Rottstraße, wo auch der Renault- und Dacia-Händler Kuckartz angesiedelt ist. Zuletzt hatten an dieser Stelle bereits der Fiat-Händler Nüsser Automobile und BMW Mikus aufgeben müssen. „Das schwächt den Standort“, räumte Fritz Kuckartz, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des ZDK, auf Nachfrage der Zeitung ein.
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