Suzuki-Händler kritisieren Lieferprobleme
Für die Suzuki-Händler läuft es weitgehend rund. Der Neuwagen-Absatz ist im Jahresvergleich deutlich gestiegen. Jedoch bremst die eingeschränkte Lieferfähigkeit des Importeurs die Entwicklung. Der neu gewählte Vorstand wird sich des Problems annehmen.

In der Suzuki-Händlerschaft herrscht derzeit gute Stimmung. Bei einem Marktanteil von derzeit 1,3 Prozent liegen die Neuzulassungen des japanischen Fabrikats nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts um 20,1 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Dazu tragen insbesondere die neuen Modelle Swift und Ignis mit ihren gut funktionierenden Verkaufsprogrammen bei, die der Händlerverband gemeinsam mit dem Importeur ausgehandelt hat.
Dennoch herrscht in der Vertriebsorganisation nicht nur eitel Sonnenschein, wie die Diskussionen auf der jährlichen Mitgliederversammlung des Verbands der Suzuki-Händler am Rande der IAA Pkw in Frankfurt verdeutlichten.

Großer Kritikpunkt ist derzeit die eingeschränkte Verfügbarkeit von Neufahrzeugen, die nach Einschätzung von Verbandsgeschäftsführer Sascha Spindler einen noch höheren Absatz verhindert. Derzeit sind im Werkslager von Suzuki weniger als 1.000 Fahrzeuge verfügbar. „Das ist für die Händler ein nicht hinnehmbarer Zustand“, heißt es in einem Schreiben des Verbands. Zum Vergleich: Pro Monat werden derzeit rund 3.500 Suzuki-Fahrzeuge erstmals zugelassen.
Als weitere Kritikpunkte äußerten die Händler die lange Dauer zwischen Rechnungsstellung und der tatsächlichen Auslieferung der Neuwagen an den Händler, die Versicherungsbedingungen bei Transportschäden, fehlende Schulungsangebote zu Jahresanfang, diverse Informationsdefizite und Ersatzteilpreiserhöhungen.
In die Gespräche mit dem Importeur zu diesen Punkten geht eine neu gewählte, aber gut vorbereitete Verbandsführung. Der seit zwölf Jahren amtierende Verbandsgeschäftsführer Sascha Spindler hatte in der Vergangenheit zahlreiche Händlerkollegen für die aktive Verbandsarbeit gewonnen. Aus diesem Kreis heraus bestätigten die Mitglieder nun Mirko Janovich (Darmstadt) als Vorstandsmitglied im Amt. Neu gewählt wurden Petra Mayer-Morhard (Kleinostheim), Ralph Müller (Obrigheim) und – in Abwesenheit – Christian Strasser (Freinsheim).
Sie wählen nun aus ihrer Mitte heraus in Kürze den künftigen Präsidenten. Der bisherige Amtsinhaber Klaus Fischer will nach überwundenen gesundheitlichen Problemen kürzer treten und stellte sich nicht mehr zur Wahl. Er dankte in seiner Abschiedsrede insbesondere Janovich und Spindler für die geleistete Arbeit der vergangenen beiden Jahre.
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