Suzuki hofft auf mehr Autos

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Kommen wir zu Ihrem Händlernetz. Sie haben zuletzt immer wieder betont, auf der Suche nach weiteren Partnern zu sein. Wie kommen Sie damit voran?

Das läuft soweit sehr gut. Wir wollten in diesem Jahr rund 40 neue Händler ans Netz nehmen, über 30 haben wir schon gefunden. Aktuell sehen wir noch wenige Open Points. Wir liegen also voll auf Kurs. Unsere Marke hat wieder an Aufmerksamkeit gewonnen, auch die Modellpalette passt. Für viele Händler stellen wir eine gute Ergänzung zu ihren anderen Fabrikaten dar. 70 Prozent unserer Partner vertreibt Autos anderer Marken, 30 Prozent exklusiv Suzuki-Modelle. Diese Aufteilung passt für uns ganz gut. Wir bleiben uns beim Thema Händlernetz auf jeden Fall treu: Wer Interesse hat, mit Suzuki zu arbeiten, soll sich bei uns melden, dann loten wir die Optionen gemeinsam aus.

Was müssen interessierte Händler mitbringen, um für Sie als Partner in Frage zu kommen?

Uns ist eine gute Persönlichkeit wichtig. Suzuki ist ein Familienunternehmen, wir sehen unsere Händler als Partner. Die Standards sollten kein Problem darstellen: Wir fordern 150 Quadratmeter Schauraumfläche exklusiv für Suzuki und einen Verkäufer, der sich allein um Suzuki kümmert. Auch an der Werkstattausrüstung soll es nicht scheitern. Um es auf den Punkt zu bringen: Wer Suzuki-Partner werden will, muss etwa 32.000 Euro in die Hand nehmen, dann ist er dabei. Wer schon eine gute Werkstatt hat, kommt auch mit weniger Geld hin.

Wie groß ist Ihr Händlernetz derzeit?

Wir haben 422 Vertriebsstandorte, mit Filialen kommen wir auf 538 Betriebe.

Können Sie die durchschnittliche Rendite Ihrer Händler beziffern?

Ich kann zumindest so viel sagen: Mir ist in meiner Zeit kein einziger reiner Suzuki-Händler bekannt, der Pleite gegangen ist.

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Im Sommer haben Sie das Gebrauchtwagensiegel Suzuki Select eingeführt. Wie soll das Programm Ihre Partner im Gebrauchtwagenhandel voranbringen?

Wir schaffen eine Plattform, über die Händler Waren untereinander austauschen können. Allgemein wollen wir das Gebrauchtwagengeschäft professioneller gestalten. Wir geben mit Suzuki Select natürlich auch den Kunden Versprechen wie beispielsweise den 100-Punkte-Check, die in der Außenwirkung wichtig sind. Die Nachfrage nach dem Programm ist sehr hoch. Bislang haben sich über 100 Händler angemeldet, zertifiziert haben wir aus Zeitgründen bisher 90.

Wie viel Geld müssen Händler investieren, um an Suzuki Select teilnehmen zu können?

Das ist für den Händler komplett kostenfrei. Wir übernehmen die Erstausstattung der Betriebe mit POS-Materialien sowie die Kosten für die Zertifizierung. Auch später fallen für unsere Partner keine gesonderten Gebühren für Select-Fahrzeuge an.

Ein Dauerthema in der Branche ist die Digitalisierung. Gibt es da etwas Neues von Ihnen im Hinblick auf den Handel?

Wir halten unseren Händlern bei dem Thema den Rücken ziemlich frei. Wir haben eine bestehende Innen-CI, und es gibt keine Pläne, jetzt alles von heute auf morgen zu digitalisieren. Kein Partner braucht damit zu rechnen, dass große Investitionen auf ihn zukommen.

Kurz noch zur personellen Zukunft bei Suzuki Deutschland: Herr von Eynern, Sie sind seit dem 1. Juni Teil der Suzuki-Führungsspitze. In der Pressemitteilung hieß es, Sie sollen einige Bereiche von Herrn Wysocki übernehmen. Was genau ist Ihre Aufgabe?

Perspektivisch ist geplant, dass ich die Aufgaben von Herrn Wysocki übernehme. Ich wachse nun mehr und mehr in meine Rolle bei Suzuki hinein. Die Themen werden peu à peu an mich übergeben, und ich werde zunehmend in zentrale Projekte eingebunden. Thomas Wysocki ist aber weiterhin an Bord und hat weiterhin das Sagen.

Herr Wysocki, wann ist mit dieser Übergabe zu rechnen?

Genau kommunizieren will ich das noch nicht, aber es gibt einen absehbaren Horizont. Uns ist ein guter Übergang wichtig. Wir wollen unseren Plan auch den Händlern und Mitarbeitern vorstellen und nehmen uns dafür die notwendige Zeit.

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