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Allrad kostet extra
Ein Thema, das Suzuki auch beim Ignis prominent spielen möchte, ist der Allradantrieb. Um den zu bekommen, muss der Kunde allerdings mindestens die dritthöchste von vier Ausstattungsstufen wählen und 15.990 Euro auf den Tisch legen. Kein Problem, sagt Suzuki und geht davon aus, dass 80 Prozent der Käufer ohnehin zu den oberen beiden Linien (Comfort und Comfort+) greifen werden.
Diese haben im Vergleich zu den günstigeren Varianten Basic und Club noch eine zusätzliche Besonderheit. Sie verzichten auf eine starre Rücksitzbank mit drei Sitzen und bieten dagegen zwei Einzelsitze an, die sich unabhängig voneinander nach vorne und hinten verschieben lassen. „Sitzen im Fond Mitfahrer, haben diese dadurch mehr Beinfreiheit. Wird diese aber nicht benötigt, können wir so das Kofferraumvolumen erhöhen“, erklärt der Suzuki-Sprecher. Bis zu 260 Liter sollen so hinten rein passen, bei umgeklappten Sitzen 1.100 Liter.
Insgesamt ziert den übersichtlichen Innenraum viel Hartplastik. Aufhübschen lässt sich das durch bunte Dekor-Teile und ein modernes und einfach zu bedienendes Touchscreen-Infotainment-System mit Navigation und Smartphone-Anbindung. Auch ein schlüsselloses Zugangssystem, eine Rückfahrkamera und ein Fahrerassistenzpaket gibt es optional: Zwei Kameras haben vom Rückspiegel aus die Straße im Blick und ermöglichen ein Warnsystem vor Spurverlassen, Müdigkeitsüberwachung und Notbremsassistent.
Mild-Hybrid für Stadtmenschen
Wer sich den Ignis als reines Stadtauto zulegen möchte, dem empfiehlt Suzuki die Mild-Hybrid-Variante. Dabei sorgt ein Startgenerator auf dem Papier zwar nicht für zusätzliche Leistung, er unterstützt den Verbrenner aber beim Anfahren und Beschleunigen und gewinnt außerdem Bremsenergie zurück. Das soll gegenüber dem Benziner den Normverbrauch um 0,3 auf dann 4,3 Liter senken. Allerdings treibt diese Variante den Preis auf mindestens 17.040 Euro in die Höhe. Entscheiden muss man sich als Kunde in Deutschland zudem, ob man Hybrid oder Allrad haben will. Beides gemeinsam bietet Suzuki zunächst nicht an.
Bei einer ersten Ausfahrt mit dem neuen Ignis im Süden Italiens hinterließ das Auto einen agilen Eindruck. Hilfreich dabei ist das geringe Leergewicht, in der Basisversion bringt das Fahrzeug gerade mal 810 Kilogramm auf die Waage – ohne Fahrer, versteht sich. Gerade im dichten Verkehr kommen dem Ignis seine Maße entgegen, der Wendekreis liegt bei gerade mal 9,40 Meter.
Beim Test auf seine SUV-Eigenschaften offenbart das Auto aber dann doch kleinere Schwächen. Zwar kommt man dank der großen Bodenfreiheit auch über buckelige Pisten hinweg, Spaß macht das allerdings nicht. Vom Federungskomfort vieler seiner großen Hochbeiner-Brüder ist der Ignis weit entfernt, Schlaglöcher und Bodenwellen kommen praktisch ungefiltert bei den Insassen an. Positiv ist hingegen der Verbrauch zu vermerken: Der angegebene Normverbrauch von 4,6 Litern war auch hier wenig überraschend nicht zu erreichen, er kletterte während der Ausfahrt laut Bordcomputer aber insgesamt auch nicht über eine 5 vor dem Komma hinaus.
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