Suzuki-Rückruf: Heizungsmattentausch beim Swift

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Wehner

Bei Swift-Modellen mit Sitzheizung besteht die Gefahr von Schmor- und Brandschäden. Sie müssen für 2,5 Stunden in die Vertragswerkstatt. In Deutschland sind über 25.000 Autos betroffen.

Der Suzuki Swift muss in die Werkstatt.
Der Suzuki Swift muss in die Werkstatt.
(Bild: Suzuki)

Knapp 95.000 Swift (Typ NZ) aus ungarischer Produktion ruft Suzuki seit Anfang des Monats zurück in die Vertragswerkstätten. Die zwischen April 2010 und September 2015 gebauten und mit Sitzheizung ausgestatteten Fahrzeuge erhalten neue Heizungsmatten. Problem ist der Klebstoff des doppelseitigen Klebebandes zur Befestigung der Sitzheizungsmatte am Sitzpolster. Er kann sich durch die normale Hitzeentwicklung der Sitzheizungsmatte auflösen.

„Wenn sich das Klebeband löst, könnte sich die Sitzheizungsmatte durch normale Sitzbelastung im Bereich der Sitzmulde nach einiger Zeit zusammenfalten. An dieser Stelle könnte die Sitzheizungsmatte durch die daraus resultierende, übermäßige Hitzeentwicklung beginnen zu schmoren und gegebenenfalls Feuer fangen“, erklärte eine Sprecherin gegenüber »kfz-betrieb«.

In Deutschland müssen 25.234 Einheiten für 2,5 Stunden in die Vertragswerkstatt. Neben dem Mattentausch werden auch die Sitzpolster und -bezüge auf Schmorstellen untersucht. „Im Beanstandungsfall müssen auch diese Teile ausgetauscht werden“, sagte die Sprecherin. Unfälle aufgrund des Mangels seien Suzuki Deutschland bis dato nicht bekannt, betonte sie. Die erfolgte Maßnahme ist im Garantie-System unter dem Code „HUT9“ erkennbar.

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