Tarifabschluss im Kfz-Gewerbe NRW Wegen Inflation Verhandlungen vorgezogen

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Beschäftigte im Kfz-Gewerbe NRW erhalten ab Oktober 2024 acht Prozent mehr Lohn, eine einmalige Inflationsausgleichsprämie sowie eine Lohnerhöhung um 3,2 Prozent im Jahr 2025.

Beschäftigte im Kfz-Gwerbe NRW erhalten bis März 2024 eine einmalige Inflationsausgleichsprämie und ab Oktober 2024 acht Prozent mehr Lohn. Aufgrund des enormen Kaufkraftverlustes haben die Tarifpartner ihre Verhandlungen vorgezogen.    (Bild:  Promotor)
Beschäftigte im Kfz-Gwerbe NRW erhalten bis März 2024 eine einmalige Inflationsausgleichsprämie und ab Oktober 2024 acht Prozent mehr Lohn. Aufgrund des enormen Kaufkraftverlustes haben die Tarifpartner ihre Verhandlungen vorgezogen.
(Bild: Promotor)

Eigentlich gilt der Tarifabschluss für Kfz-Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen noch bis Ende März 2024. Doch wegen der anhaltenden Inflation haben die Verhandlungspartner ihre Gespräche vorgezogen.

Die Arbeitgeber Kfz-NRW und die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) einigten sich auf folgenden Tarifabschluss: Bis Ende März 2024 erhalten Vollzeitbeschäftigte einmalig eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Ab Oktober 2024 erhöhen sich die Tarifentgelte um 8 Prozent, zum 1. September 2025 folgt eine weitere Erhöhung um 3,2 Prozent.

Deutlich mehr Geld auch für Azubis

Auch die Ausbildungsvergütung wird angehoben: Im ersten Lehrjahr gibt es ab August 2024 monatlich 930 Euro, im zweiten 970 Euro, im dritten 1070 und im vierten Lehrjahr 1165 Euro. Ab August 2025 steigt die Ausbildungsvergütung erneut: Dann gibt es im ersten Jahr 1.040 Euro, im zweiten 1.080, im dritten 1.180 und im vierten 1.275 Euro. Die Vereinbarung gilt bis zum 31.3.2026.

Die Tarifverträge für die Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbe waren zuletzt im Januar 2022 ausgehandelt worden und sind deshalb noch bis zum 31. März 2024 gültig. Aufgrund der anhaltenden starken Inflation und des enormen Kaufkraftverlustes entschied sich aber der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Reiner Irlenbusch, jetzt schon tätig zu werden. „Die Sicherung der Attraktivität der Arbeitsplätze im nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbe gebot, jetzt Tarifverhandlungen aufzunehmen und nicht erst bis zum Ablauf der Tarifverträge abzuwarten“, erläuterte er.

Planungssicherheit für Arbeitgeber bis März 2026

Hinzu kommt, dass die diesjährigen Tarifrunden in den Kfz-Tarifbezirken außerhalb Nordrhein-Westfalens noch einmal zu erheblichen Anhebungen der Tarifentgelte geführt haben.

Wie berichtet, hatten sich im Frühjahr die IG Metall und die Arbeitgeberverbände für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe bundesweit auf Tariferhöhungen von rund 8 Prozent ab Herbst dieses Jahres und nochmals im Schnitt auf eine Erhöhung um etwa 3,6 Prozent ab 2024 geeinigt.

„In Abwägung der Gesamtumstände beschlossen die Tarifvertragsparteien, für die Restlaufzeit des bestehenden Tarifabschlusses bis zum 31.3.2024 statt einer weiteren tabellenwirksamen Anhebung der Tarifentgelte auf das Instrument der Inflationsausgleichsprämie zurückzugreifen“, so Irlenbusch.

Mit der Gesamtlaufzeit dieses Abschlusses bis Ende März 2026 würden somit die Arbeitgeber eine Planungssicherheit für die nächsten 33 Monate erhalten.

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