CO2-Emissionshandel THG-Prämie fällt wegen verdächtigen Zertifikaten auf Rekordtief

Von Doris S. Pfaff 5 min Lesedauer

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Die THG-Prämie für reine E-Autos befindet sich auf einem Tiefstand. Grund dafür ist das Überangebot an CO2-Zertifikaten der Mineralölkonzerne, die im Verdacht stehen, gefälscht zu sein. Den Schaden trägt das Klima – aber auch der Autohändler.

Besitzer rein elektrisch angetriebener Autos können ihre eingesparten CO2-Emissionen an die Mineralölkonzerne verkaufen. Doch die deckten sich mit Zertifikaten ein, die sich hinterher als gefälscht herausstellten.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Besitzer rein elektrisch angetriebener Autos können ihre eingesparten CO2-Emissionen an die Mineralölkonzerne verkaufen. Doch die deckten sich mit Zertifikaten ein, die sich hinterher als gefälscht herausstellten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wenn deutsche Mineralölkonzerne ihre Klimaziele erreichen konnten, weil sie möglicherweise Zertifikate zu Klimaschutzprojekten vorlegten, die sich als gefälscht herausstellen, hat das direkte Auswirkungen auf E-Auto-Fahrer und den Autohandel: Die THG-Prämie stürzte von einst jährlich 400 Euro auf aktuell 58 Euro pro Stromer ab. Den Autohäusern entsteht dadurch ein Schaden; zudem fällt ein weiteres Verkaufsargument für E-Autos weg.

Das ist bitter, da der Markt ohnehin seit Monaten schwächelt. Das zeigt sich auch in den aktuellen Zulassungszahlen: Im August sank die Zahl der Neuzulassungen von rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut und nunmehr um fast 69 Prozent.