Thorsten Barg: „Restwerte stagnieren“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führten Wolfgang Michel und Martin Achter / Wolfgang Michel

Der Datendienstleister Schwacke vermutet, dass eine wachsende Zahl an Fahrzeugen in den Gebrauchtwagenmarkt drücken wird. Geschäftsführer Thorsten Barg hält für das kommende Jahr trotzdem ein stabiles Restwertniveau für möglich.

Geschäftsführer Thorsten Barg: Schwacke will dem Handel künftig mehr Echtzeitinformationen zur Verfügung stellen.
Geschäftsführer Thorsten Barg: Schwacke will dem Handel künftig mehr Echtzeitinformationen zur Verfügung stellen.
(Bild: Achter)

Redaktion: Herr Barg, seit Jahresbeginn sind Sie Geschäftsführer von Schwacke Deutschland. Was waren seitdem Ihre wichtigsten Aufgaben?

Thorsten Barg: Innerhalb der Eurotax-Gruppe haben wir strategisch notwendige Änderungen vorgenommen. Ein Resultat ist der Zusammenschluss von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem Länderverbund. Wir arbeiten daran, Synergien innerhalb dieser Region zu schaffen. Dazu haben wir länderübergreifende Kompetenzzentren gebildet mit dem Ziel, unsere Produkte weiterzuentwickeln und unsere Innovationskraft zu stärken. Im Mittelpunkt dieses Transformationsprozesses steht die Generierung von Informationen, die unseren Kunden aus dem Handel oder auch Herstellern helfen, das Marktgeschehen besser zu verstehen und darauf aufbauend bessere Entscheidungen zu treffen.

Das hört sich abstrakt an. Wie könnten neue Produkte konkret aussehen?

Noch möchte ich nicht zu viel verraten. Jedoch bieten Informationen über Standzeiten der eigenen und der Fahrzeuge von Wettbewerbern sowie zu Preisstrategien wichtige Anhaltspunkte zum marktgerechten Handeln. Hier schöpfen wir noch nicht das volle Potenzial aus. Wir wollen unseren Kunden noch mehr Echtzeitinformationen zur Verfügung stellen, damit diese sich besser am Markt orientieren können. Ziel ist es, echte Markttransparenz zu erzeugen und einen Schritt weiter in Richtung der Digitalisierung des Automobilhandels zu gehen.