Der Wiederaufbau schreitet voran, und für die angehenden Kfz-Mechatroniker an der Ahr brechen bessere Zeiten an. Ihr von der Flut betroffenes Ausbildungszentrum nimmt den Betrieb wieder auf – auch dank der Spende des Kfz-Gewerbes Thüringen.
Neustart der Ausbildungswerkstatt der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler – Freude bei den Auszubildenden, Lehrern und Sponsoren.
(Bild: Friedsam GmbH Werbeagentur)
Noch immer sind Schäden sichtbar, die die Flutkatastrophe am 14. Juli 2021 im Ahrtal, aber auch in Teilen des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Euskirchen anrichtete. Aber es geht aufwärts – vor allem auch für die Kfz-Innung Ahrweiler. Der Wiederaufbau macht enorme Fortschritte, und Hilfen gibt es auch. Unter anderem vom Landesverband Thüringen, der die Kfz-Innung Ahrweiler mit 20.000 Euro unterstützt.
Die Kfz-Innung Ahrweiler war von der Flut gleich doppelt betroffen: Mitglieder verloren ihre Betriebe oder erlitten enorme Schäden. Die Kfz-Ausbildungswerkstatt in der Berufsbildenden Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler war im Prinzip völlig zerstört. Bis zu vier Meter hoch stand das Wasser in den Schulungsräumen. Auch das eine der beiden neuen E-Autos für Schulungszwecke wurde massiv beschädigt – das zweite war glücklicherweise noch nicht geliefert worden.
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Seitdem besuchten die Auszubildenden der Innungsbetriebe und die Lehrkräfte des Kfz-Teams Andreas Perske, Raoul Larisika und Michael Smolarek die Berufsschule in Andernach. Doch die mitunter langen Anfahrtswege der Auszubildenden haben bald ein Ende.
Denn die Berufsschule in Ahrweiler ist inzwischen so weit wieder aufgebaut, dass nun mit der Einrichtung der Räume begonnen werden konnte. „Ich rechne damit, dass in Kürze der Ausbildungsbetrieb an unserer Berufsschule wieder vollständig stattfindet“, sagt Obermeister Stefan Odenthal.
Neues Equipment für Kfz-Ausbildungswerkstatt
Die Spende der Thüringer ist dabei eine große Hilfe. Den symbolischen Scheck in Höhe von 20.000 überreichte Helmut Peter, Präsident des Kfz-Landesverbands Thüringen, persönlich an die Vertreter der Berufsschule Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Die Solidarität der Kfz-Unternehmer aus Thüringen beruht auf der Tatsache, dass sich die meisten von uns noch gut erinnern, wie unsere Unternehmen nach der Wende Anfang der Neunzigerjahre von den alten Bundesländern unterstützt wurden. Jetzt geben wir etwas zurück“, sagte Peter.
Zum Neustart der Kfz-Ausbildungswerkstatt an der Berufsschule Bad Neuenahr-Ahrweiler am vergangenen Freitag übergaben der Landesverbandsgeschäftsführer Dietmar Hoffmann und Stefan Haase, Geschäftsführer der Kfz-Innung Ostthüringen, die von den Spendengeldern erworbenen neuen und hochmodernen Ausstattungsgegenstände – darunter ein Kfz-Kamera-Einstellsystem, eine Motorradhebebühne, ein Klimaanlagenwartungsgerät, ein Kleinteilewaschtisch und ein mobiles Multifunktionsboard.
Fahrzeugspenden von BMW
Unterstützung für die Einrichtung der noch leeren Ausbildungswerkstatt gab es auch von anderen Unternehmen, allen voran von der BMW Group in Kooperation mit dem BMW-Autohaus Baum aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, die der Schule ein Motorrad, eine BMW R18 Classic, für den Unterricht zur Verfügung stellten.
Außerdem übergaben sie für die Auszubildenden einen Mini Cooper S, einen BMW M4 Competition und einen BMW 118d. Die neuen BMW-Schulungsfahrzeuge haben einen Wert von mehr als 200.000 Euro.
Und zumindest ein neues E-Auto von zwei geplanten steht der Schule ab sofort zur Verfügung: Der Audi E-Tron war zwar schon kurz vor der Flut angeschafft, aber eben noch nicht geliefert worden. Jetzt übergab Obermeister Odenthal die Autoschlüssel.
„Dank dieser Unternehmen und Partner wird es in wenigen Wochen wieder möglich sein, dass in der neu errichteten Kfz-Ausbildungswerkstatt eine zukunftsorientierte Ausbildung von Kfz-Mechatronikern in den Schwerpunkten Pkw, Motorrad und Nutzfahrzeug stattfinden kann“, sagte der Obermeister.
Die Flutkatastrophe habe dafür gesorgt, dass die BBS nun in Sachen Kfz-Ausbildung auf dem neuesten Stand sei, so der Obermeister. Dies sei ein kleiner Trost und führe hoffentlich auch zu einer Attraktivitätssteigerung des Berufsbilds Kfz-Mechatroniker an der Ahr.
Nicht alle Betriebe können wieder arbeiten
Aber es seien längst noch nicht alle Flutschäden beseitigt, die es beispielsweise auch in den Kfz-Betrieben gegeben habe. „Es sind noch nicht alle so weit, dass sie arbeiten können“, so Odenthal. Der bürokratische Aufwand, um Entschädigungen zu beantragen, sei sehr hoch und das Verfahren sehr langwierig. Wo die Innung könne, helfe sie.
Stand: 08.12.2025
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Für die Region sei die aktuelle Situation besonders schwierig, auch wenn der Wiederaufbau von Straßen und Behelfsbrücken gut vorangekommen sei. „Es fehlen hier Fahrzeuge. Jeder, der ein Auto hat, fährt es weiter und lässt es reparieren. Für das Werkstattgeschäft ist das gut“, sagt Odenthal.
Der hohe Bedarf an Ersatzteilen führe allerdings immer wieder zu Engpässen. An Neuwagen sei kaum heranzukommen. Nun mache die Energiekrise allen zu schaffen. „Erste Betriebe überlegen sogar schon, ob sie einen Tag in der Woche zuschließen, um so Kosten zu sparen“, sagt Odenthal.