Tiemeyer steigt bei Autohaus Willy Scheider ein
Nach schweren wirtschaftlichen Turbulenzen hat das Remscheider Autohaus Willy Scheider wieder eine Zukunft. Altgesellschafter Patrick Koch zieht sich zurück, die Tiemeyer-Gruppe steigt ein.
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Die im Jahr 2012 begonnene Restrukturierung des Autohauses Willy Scheider aus Remscheid endet mit einem Gesellschafterwechsel. Wie der VW-Konzernhändler am Dienstag in einem Schreiben erklärte, übernimmt Heinz-Dieter Tiemeyer, Inhaber der Tiemeyer-Autohausgruppe aus Bochum, einen nicht näher bezifferten Teil der Geschäftsanteile zum 1. Januar des kommenden Jahres.
Der Restrukturierungsprozess habe dazu geführt, dass das Autohaus Willy Scheider weiterhin als Volkswagen- und Audi-Vertragshändler sowie als Servicebetrieb für die Marke Skoda aktiv bleiben könne. 134 Arbeitsplätze konnten damit gerettet werden. Das Unternehmen sei zudem aus der Verlustzone herausgekommen, heißt es weiter.
Der bisherige Gesellschafter Patrick Koch zieht sich im Zuge der Maßnahmen aus dem Unternehmen zurück und übergibt seine Geschäftsanteile privaten Investoren – einer davon ist Heinz-Dieter Tiemeyer. Von dessen Gewinnung als „handels- und markenerfahrenen Investor“ erwartet sich das Remscheider Unternehmen laut der Mitteilung Kontinuität und Wachstum.
Nähere Angaben zur Tiemeyer-Beteiligung wollte das Autohaus auch auf Nachfrage nicht geben. Die bisherigen Beteiligungen der Tiemeyer-Gruppe lassen aber den Schluss zu, dass der Einstieg mehrheitlich geschieht.
Grundsätzlich bleibt die Willy Scheider GmbH & Co. KG als selbstständige Gesellschaft unter ihrer bisherigen Firmierung erhalten. Jedoch wechselt mit dem Übergang der Gesellschafteranteile auch der Geschäftsführer. Den Angaben zufolge verlässt Hans-Dieter Haag, dem die Gesellschaft aufgrund seines zurückliegenden Einsatzes ausdrücklich dankt, zum Jahresende das Unternehmen. Sein Nachfolger ist noch nicht benannt.
Das Autohaus Willy Scheider blickt auf eine 75-jährige Geschichte zurück. Es unterhält drei Betriebe im Bergischen Land. Die Tiemeyer-Gruppe wiederum betreibt 14 Betriebe und beschäftigt 762 Mitarbeiter. Die Autohausgruppe wird in diesem Jahr rund 21.800 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge vermarkten und damit einen Umsatz von circa 464 Millionen Euro erwirtschaften.
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