Tokyo Motor Show: Kei-Cars bleiben die Stars

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Die zweite Generation des Brennstoffzellen-Fahrzeugs ist nicht wiederzuerkennen. Die unförmige Schräghecklimousine ist verschwunden und stattdessen präsentiert sich das Mirai Concept eher wie eine kleine Mischung aus Audi A7 und BMW-5er-Gran-Coupé. Technisch basiert der kommende Mirai jedoch auf der TNGA-Plattform und dürfte daher ein Fronttriebler bleiben. Ein neues Brennstoffzellensystem soll rund 30 Prozent mehr Reichweite und mehr Leistung generieren. Eines muss man den japanischen Herstellern lassen – sie sind deutlich offener, was die Antriebskonzepte angeht. Rein Elektro oder rein Hybrid denkt hier kaum einer.

Buntes Studien-Feuerwerk bei Daihatsu

Die Toyota-Tochtermarke Lexus setzt auf den traditionellen Messeansatz und stellt in der Haupthalle den dynamischen Sportler „LF-30 Electrified Concept“ vor. Ebenfalls elektrisch: die Konzeptstudien „e-Palette“ und das „EC Concept“ von Lexus. Spannend ist die Marke Daihatsu, die sich längst im Toyota-Dunstkreis bewegt. Verschiedene kunterbunte Fahrzeuge, wie der Personentransporter „Ico Ico“, der Kei-Car-Crossover „Waku Waku“ oder der Microvan „Daihatsu Wai Wai Concept“ sind wie Ostereier in dem Areal verteilt. Fast verschmitzt lächelnd steht das sportliche „Copen GR Sport Concept“ daneben. Der kleine Roadster blickt angriffslustig in die Gegend und hat nichts von dem knuffigen Kindchenschema des Serien-Copen.

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Nicht ganz so klein und schicker sind die Nissan-Studie des IMK und die Serienversion des elektrischen Honda e. Spektakulär, aber wohl ohne große Realitätsbezug zeigt Mitsubishi seinen leichten Spaßroadster „MI-Tech Concept“, ein Allrad-Plug-in-Hybrid mit Gasturbine. Ein ähnliches Konzept hat der Sportwagenbauer Techrules mit seinem 1300 PS starken Renn-Hybrid vergangenes Jahr auf dem Genfer Salon durchgezogen. Nicht ganz so sportlich ist der Subaru Impreza WRX STI, der auf der Messe offiziell verabschiedet wird. Eine Lücke, die der neue Levorg trotz offensichtlicher Qualitäten zumindest in Sachen Antrieb kaum füllen kann.

Honda Jazz verliert an Charakter

Imagemäßig verloren hat der neue Kleinwagen Honda Fit, der bei uns als Honda Jazz angeboten wird. Er bleibt variabel und hat Platz für bis zu fünf Personen oder jede Menge Gepäck, aber der Charakter der neuen Generation ist blasser als zuvor. Serienmäßig gibt es einen Hybridantrieb; allerdings ohne Stecker.

Nicht zuletzt mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele im kommenden Jahr ist das autonome Fahren bei einigen japanischen Herstellern ein Thema. Eine Konzeptstudie wie der Suzuki Hanare soll sich mittelfristig ohne Zutun eines Fahrers durch Städte bewegen. Das Fahrerassistenzsystem Pro Pilot von Nissan soll es dem Fahrer im nächsten Schritt zumindest bis zu Geschwindigkeiten von 60 km/h erlauben, im Stadtverkehr die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Das dürfte auch der Mercedes EQS können, der 2021 auf die internationalen Märkte rollt – rein elektrisch.

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