Toyota geht an die Steckdose

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Die speziell für den Einsatz im Plug-in entwickelte Hybridbatterie besteht aus 288 Kobalt-Lithium-Ionen-Zellen. Diese verteilen sich auf je 96 Zellen à 3,6 Volt in der Hauptbatterie „Main“ und in den zwei Nebenbatterien „Sub1“ und „Sub2“. Sie haben jeweils 345,6 Volt Spannung, speichern gemeinsam 5,2 Kilowattstunden und können an einer haushaltsüblichen 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden.

Beim rein elektrischen Fahren arbeitet die „Main“-Batterie jeweils mit einer „Sub“-Batterie zusammen. Dabei entleert sich die „Sub“-Batterie nach und nach vollständig, während die „Main“-Batterie nur teilweise entladen wird. Ist „Sub1“ erschöpft, tritt „Sub2“ an ihre Stelle. Für den E-Betrieb nutzt der Prius also hauptsächlich die beiden Nebenbatterien.

Bei leerer Fahrbatterie ein normaler Hybrid

Bei elektrischer Fahrt werden die jeweils aktiven Hybridbatterien regenerativ geladen. Wie viel Meter bzw. Kilometer zurückgewonnen wurden, zeigt das Kombiinstrument an. So kann der Fahrer durch Bremsen oder Bergabfahrt die elektrische Reichweite erhalten oder gar vergrößern.

Sind die beiden Nebenbatterien leer, arbeitet allein die „Main“-Batterie als normaler Hybridakku, der während der Fahrt als Energiezwischenspeicher genutzt wird. Bremsenergie-Rückgewinnung und rein elektrisches Fahren sind, wie bei der Vollhybridtechnik üblich, also jederzeit möglich. Über das Ladeterminal am linken vorderen Kotflügel und das mitgelieferte Kabel lassen sich die drei Batterien in etwa 90 Minuten wieder vollständig aufladen.

Die Markteinführung des Prius Plug-in ist für das Jahr 2012 vorgesehen. Er löst dabei den bekannten Prius-Vollhybrid nicht ab, sondern läuft als eigenständiges Modell. Den Preis hat Toyota noch nicht bekanntgegeben. Durch die größere und damit teurere Batterie dürfte er jedoch deutlich über dem des Prius (ab 25.450 Euro) liegen.

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