Toyota IQ: Ultraklein aber nicht billig

Redakteur: Julia Mauritz

Der IQ rundet die Fahrzeugflotte von Toyota nach unten ab, allerdings nicht preislich. Der Smart-Konkurrent kostet in der Basisversion 12.700 Euro.

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Ein Fahrzeug für vier Insassen zu entwickeln, dass weniger als drei Meter lang ist: Dieser kniffligen Aufgabe widmeten sich vor fünf Jahren die Designer und Ingenieure von Toyota. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der 2,98 Meter lange IQ macht den Smart-Fahrern seit seiner offiziellen Markteinführung am 24. Januar ihre Parkplätze strittig. Drei Erwachsene und ein Kind haben im Auto bequem Platz. „Unser Ziel war, ein ultrakompaktes Fahrzeug zu entwickeln, in dem die Insassen jedoch keine Einbußen an Komfort und Sicherheit hinnehmen müssen. Der neue IQ ist von den Abmessungen klar ein A-Segment-Fahrzeug, die Innen- und Außenanmutung hingegen passt ins C-Segment“, erklärt Lothar Feuser, Geschäftsführer von Toyota Deutschland.

Neukunden im Visier

Die qualitativ hochwertige Verarbeitung und die umfangreiche serienmäßige Sicherheits- und Komfortausstattung hat ihren Preis: In der Basisversion kostet der IQ stolze 12.700 Euro – und damit deutlich mehr als der 9.475 Euro teure Mini Aygo. Der Kleinwagen Yaris kostet gerade einmal 600 Euro mehr als der IQ. Dennoch befürchtet Toyota keinen Intrabrandwettbewerb und rechnet sich gute Marktchancen aus.

Insgesamt plant der japanische Importeur, hierzulande 10.000 Einheiten jährlich zu verkaufen und zahlreiche Neukunden zu erobern. Vor allem die 40 Prozent Single-Haushalte in den deutschen Großstädten hat Toyota im Visier.

Um diese an die Marke heranzuführen, hatte der Importeur im vergangenen Jahr die aufwändige Marketingkampagne Johns Appartment lanciert. In sechs deutschen Großstädten konnten sich die Besucher in John Appartment – dem virtuellen Protagonisten der Promotion-Aktion und typischen IQ-Fahrer – in einer entspannten Lounge-Atmosphäre das neue Modell anschauen. Zudem fanden verschiedene kulturelle Events und Lesungen im Appartment statt.

Neues Leasingangebot

Auf das Bedürfnis der IQ-Kunden nach Flexibilität hat die Toyota Financial Services auch ihr Leasingprodukt 3Flex zugeschnitten. Das Prinzip ist simpel: Nach 12 Monaten kann sich der Kunde zwischen drei Möglichkeiten entscheiden: Er kann das Fahrzeug für weitere 12 Monate behalten, er kann es gegen einen neuen IQ eintauschen, oder er kann das Auto zurückgeben. „Das generiert attraktive Gebrauchtwagen für den Handel“, betont Lothar Feuser.

Verfügbar ist der neue IQ mit zwei Motorisierungen, einem 1,0-Liter-Benziner mit 50 kW/68 PS, der optional mit einem Multidrive-Getriebe lieferbar ist, und einem 1,4-Liter-Diesel. Letzterer leistet 66 kW/90 PS. Eine Variante mit Start-Stopp-Automatik soll im Laufe des Jahres folgen.

Benziner am gefragtesten

Toyota Deutschland geht davon aus, dass sich 90 Prozent der Käufer für den Benziner entscheiden werden und 70 Prozent für das Schaltgetriebe.

Die Käufer haben die Wahl zwischen zwei Ausstattungsvarianten. Bereits in der Basisversion serienmäßig mit an Bord sind unter andrem Leichtmetallräder, eine manuelle Klimaanlage, eine Zentralverriegelung und ein Audiosystem mit CD-Player und MP3-WMA-Wiedergabefunktion.

Ebenfalls im Basispreis enthalten ist die komplette Sicherheitsausstattung, von ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistenten, das elektronische Stabilitätsprogramm VCS und ein Schleudertrauma-Schutzsystem. Dazu kommen neun Airbags: darunter ein Fahrer-Knieairbag, ein Sitzpolsterairbag für den Beifahrer sowie ein Heckairbag.

Neben dem Volumenzuwachs erfüllt der IQ für Toyota noch eine weitere wichtige Aufgabe. Mit einem CO2-Ausstoß von 99 g/km in der sparsamsten Variante soll er die durchschnittlichen Emissionen der Toyota-Flotte weiter reduzieren. Das Ziel für 2009 lautet 140 g/km.

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