Weltpremiere Toyota lüftet vollelektrischen Urban Cruiser

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Der japanische Hersteller lässt den Urban Cruiser zehn Jahre nach seinem Aus wieder auferstehen: Nicht mehr als Verbrenner, sondern als batterieelektrisches City-SUV. Doch es gibt noch einige Fragezeichen.

Der vollelektrische Urban Cruiser ist ein wendiges, vollelektrisches City-SUV.(Bild:  Toyota)
Der vollelektrische Urban Cruiser ist ein wendiges, vollelektrisches City-SUV.
(Bild: Toyota)

Wenn es um batterieelektrische Pkws geht, war Toyota bislang in Deutschland sehr schwach aufgestellt: Das Angebot beschränkt sich auf den mittelmäßig erfolgreichen bZ4X und die beiden Kastenwagen Proace Verso und Proace City Verso. Jetzt legt der japanische Hersteller nach. Auf dem Brüsseler Autosalon hat er mit dem vollelektrischen Urban Cruiser ein Kompakt-SUV vorgestellt, das in einem volumenträchtigen Segment antritt.

Der kantige und recht bullig wirkende Urban Cruiser, ein Schwestermodell des Suzuki E-Vitara, ist mit einer Gesamtlänge von knapp 4,3 Metern und einem Radstand von 2,7 Metern etwas größer als der Yaris Cross Hybrid. Zu den ähnlich dimensionierten Wettbewerbsmodellen zählen der VW ID 3, der Smart #1, der Kia EV 3 und der Peugeot E-2008. Auf den Markt kommen soll das Modell im Sommer 2025. Der Preis wurde noch nicht kommuniziert.

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Erhältlich sein wird der Urban Cruiser, der auf einer neuen Plattform für batterieelektrische Fahrzeuge basiert und in Indien gebaut wird, in zwei Lithium-Eisenphosphat-Batterievarianten und wahlweise mit Vorderrad- oder Allradantrieb. Die 49-kWh-Einstiegsbatterie wird ausschließlich in Kombination mit Frontantrieb verfügbar sein. Der Elektromotor leistet in dieser Version 106 kW/144 PS. Für das Modell mit Frontantrieb soll zusätzlich eine Version mit einer 61-kWh-Batterie und 128 kW/174 PS Motorleistung zur Verfügung stehen.

Die Allradversion ist nur mit der 61-kWh-Batterie erhältlich. Hier leistet der Elektromotor 135 kW/184 PS. Neben dem 48-kW-Motor an der Hinterachse verfügt der allradgetriebene Urban Cruiser auch über einen Bergabfahrassistenten und einen Trail-Modus: Bei einem durchdrehenden Rad wird dieses abgebremst und das Antriebsmoment auf das gegenüberliegende Rad geleitet. Die Modelle mit Vorderradantrieb verfügen indes über einen Schneemodus. Dieser steuert das Antriebsmoment, um die Gefahr durchdrehender Räder auf schneebedeckten Straßen zu verringern. Alle Versionen des Urban Cruiser sind mit einer Wärmepumpe für die Klimatisierung und einem manuell bedienbaren Batterievorheizsystem ausgestattet. Angaben zur Reichweite macht Toyota nicht.

Bei den Käufern punkten soll der neue Urban Cruiser neben seinem Design auch mit seinem geräumigen Innenraum. Toyota hat sich im vollelektrischen Kompakt-SUV für eine verschiebbare Rückbank entschieden, die den Abstand zwischen den vorderen und hinteren Passagieren so vergrößern soll, dass das Platzangebot auf dem Niveau von Fahrzeugen aus höheren Klassen liegt. Die Sitze sind im Verhältnis 40:20:40 umklappbar, zudem können die Lehnen auch in der Neigung verstellt werden.

Wert gelegt wurde im Innenraum auch auf eine gute Rundumsicht: Dazu trägt neben der hohen Sitzposition die niedrig positionierte horizontale Instrumententafel bei. Toyota hat das digitale 10,25-Zoll-Kombiinstrument und das 10,1-Zoll-Multimediadisplay in eine Einheit integriert. Das Multimediasystem verfügt über eine Satellitennavigation, die dank Cloud-basierter Daten aktuelle Verkehrsinformationen berücksichtigt. Über eine Smartphone-Integration kann der Fahrer auf seine bevorzugten Apps und Dienste zugreifen. Ebenfalls mit an Bord ist eine Ambientebeleuchtung mit zwölf verschiedenen Farben. Optional erhältlich sind zudem ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz, ein Premium-Audiosystem von JBL und ein Glasdach.

Zu den aktiven Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen an Bord des Urban Cruiser zählen ein Pre-Collision-Notbremssystem, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein Spurverlassenswarner und ein Spurhalteassistent. Dazu gesellt sich eine 360-Grad-Kamera, die unter anderem das Einparken erleichtert. Den Ladestand der Fahrzeugbatterie überprüfen, geeignete Ladestationen finden sowie Ladevorgänge planen und überwachen kann der Fahrer per App. Zudem bietet der Hersteller eine Wallbox an, die auf den nahtlosen Betrieb mit Toyota-Modellen ausgelegt ist.

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