Toyota Mirai: Die Zukunft beginnt jetzt

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Aktuell ist das Fahrzeug-Angebot noch dünner als das Tankstellen-Netz. Der Toyota Mirai, den die Kunden ab September tatsächlich kaufen können, gehört zusammen mit dem Hyundai ix35 zu den ersten Offerten im Markt. Allerdings schlafen auch die Konkurrenten nicht, zahlreiche Hersteller werden nachziehen – ob sie nun Audi, Honda oder Mercedes heißen. Manche Marken wollen offenbar abwarten, bis wirklich eine Infrastruktur steht, um die Kunden nicht mit einem Produkt zu versorgen, dass in der Praxis schlecht nutzbar ist.

Mit einem Preis von 78.580 Euro ist die futuristisch gestaltete Toyota-Limousine ganz klar ein Prestige-Objekt und kein Modell, das unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gekauft wird. Es handelt sich schließlich um ein Leuchtturm-Projekt, das technische Machbarkeit demonstrieren soll.

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Bescheidene Absatzziele

Nach einer ersten Sitzprobe lässt sich dem Mirai eine recht alltagstaugliche Fahrgastzelle mit durchaus gut verarbeiteten Materialien bescheinigen. Angetrieben wird der 4,89 Meter lange Viertürer von einem 113 kW/158 PS starken E-Aggregat. Er fährt bis zu 178 km/h schnell.

Sonderausstattungen sind für das 1,9 Tonnen schwere Gefährt nicht im Angebot – aber an Komfortfeatures mangelt es nicht. So gibt es neben den bei Toyota üblichen Selbstverständlichkeiten beispielsweise auch eine Lenkrad-Heizung. Doch das schönste Extra für viele Kunden mag das Gefühl sein, in einem ziemlich exklusiven Auto zu sitzen und einer der ersten zu sein, der die Zukunft fährt.

Die Verantwortlichen rechnen in den nächsten Jahren eher mit einem zwei- statt dreistelligen Absatz. Doch wer weiß, womöglich steigen ja mit der Anzahl der Tankstellen auch rasch die Stückzahlen der Autos. An den Preisen darf die Industrie noch arbeiten, denn knapp 80.000 Euro für einen Mittelklasse-Wagen mit weniger als 160 PS dürfte der gemeine Kunde später kaum zu zahlen bereit sein. Und schon gar nicht, wenn das Kilogramm Wasserstoff um die zehn Euro kostet – womit die reinen Treibstoffkosten für den Wasserstoff-Stromer auch nicht wesentlich unter jenen sparsamer Dieselmodelle liegen.

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