Toyota Mirai: Die Zukunft beginnt jetzt

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Genau wie bei den Hybriden sieht sich Toyota auch bei der Brennstoffzellen-Technologie als Vorreiter. Das futuristisch gezeichnete Wasserstoffauto Mirai steht schon in den Startlöchern.

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Der Toyota Mirai kommt im September auf den deutschen Markt.
Der Toyota Mirai kommt im September auf den deutschen Markt.
(Foto: Toyota)

Elektroautos sind antriebsseitig eine feine Sache: Kräftiges Drehmoment liegt sofort an, der Wirkungsgrad einer E-Maschine ist hoch und das Geräusch leise. Wäre da nur nicht die Problematik mit der Stromspeicherung. Selbst die besten Lithium-Ionen-Akkus der heute verfügbaren E-Autos laden stundenlang und sind in Windeseile wieder leergesaugt.

Dieses Problem haben Brennstoffzellen-Fahrzeuge nicht. Sie erzeugen den für die Antriebsmaschine benötigten elektrischen Strom an Bord – der Energieträger heißt Wasserstoff. Eine gängige Möglichkeit, Wasserstoff zu erzeugen, ist die Elektrolyse – und die wiederum benötigt Strom.

Toyota Mirai: Voll auf Wasserstoff
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Wasserstoff fungiert also simpel ausgedrückt als Stromspeicher. Ist er erst einmal unter Energieeinsatz erzeugt, kann er rasch in das Fahrzeug gelangen, was einen drastischen Vorteil gegenüber batterieelektrischen Autos darstellt. Einfach eine Wasserstoff-Tankstelle aufsuchen und den Wagen befüllen. Doch schon ist man beim nächsten Problem angelangt.

Infrastruktur muss wachsen

Bis zum Jahr 2016 sollen in Deutschland 50 Wasserstoff-Stationen entstehen – derzeit gibt es gerade einmal 15. Wer zufällig in der Nähe einer solchen Tankstelle wohnt, hat Glück. Also ist ein Wasserstoff-Fahrzeug derzeit allenfalls regional nutzbar. Bis 2022, so verspricht Werner Diwald vom Bündnis für Windwasserstoff, sollen die Kunden an rund 400 Stationen Wasserstoff nachfüllen können. Und das Schöne daran soll sein, dass der Treibstoff hauptsächlich aus erneuerbaren Energien hergestellt wird – so jedenfalls die Ankündigung.

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Der angenehme Nebeneffekt an der Wasserstoff-Produktion ist, dass man mit den Elektrolyse-Anlagen schnell auf „Windspitzen“ reagieren kann. In Zukunft könnte man also jene durch plötzliches Sturmaufkommen bedingte Strom-Überproduktion in Form von Wasserstoff-Herstellung auffangen. Während herkömmliche Speicherformen wie Akkus große Strommengen gar nicht aufnehmen können, ist die Elektrolyse zügig hochfahrbar.

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