Toyota: Reicht der Schutz?

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Vera Preising

Toyota hat die Corona-Akutkrise vorbildlich gemeistert. Doch jetzt beginnt eine neue Phase – und die ist nicht nur aus betriebswirtschaftlicher, sondern auch aus strategischer Sicht gespickt mit Fragezeichen.

(Bild: »kfz-betrieb«, © Sven Maaßen - stock.adobe.com)

Wie schnell sich Dinge doch ändern: Noch vor wenigen Monaten hatte Toyota in Deutschland vor allem ein Problem – nämlich dass die ganze Welt nach Batterien schrie. So kam es, dass Toyota 2019 trotz der Einführung der beiden wichtigen Volumenmodelle RAV4 und Corolla und der stark gestiegenen Hybridnachfrage vom Kurs auf die 100.000 Neuzulassungen abweichen musste und am Ende nur marginal zulegte – um 0,7 Prozent auf knapp 84.500 Einheiten. Der Kölner Importeur hatte nach eigenen Aussage den strategischen Entschluss getroffen, die Vermieter nicht mehr mit Hybridmodellen zu beliefern und die Batteriekapazität vor allem für die neuen Modelle RAV4 und Corolla zu reservieren. Noch im Februar dieses Jahres mussten sich die RAV4-Käufer bis zur Auslieferung vier Monate lang gedulden. Dann kam Corona, und das Thema Batterieverfügbarkeit rückte von einem Tag auf den anderen in den Hintergrund – zumindest kurzfristig.