Toyota-Rückruf: Feststellbremse

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

Wegen Problemen mit der mechanischen Feststellbremse holt Toyota weltweit über 340.000 Exemplare vom Hybrid-Pionier Prius in die Werkstatt. Die in Deutschland betroffene Menge ist überschaubar.

Der Prius IV muss in die Werkstatt.
Der Prius IV muss in die Werkstatt.
(Foto: Toyota)

Toyota hat am Mittwoch eine Rückrufaktion für alle seit August 2015 gebauten Prius IV bekannt gegeben. Probleme bereitet die mechanische Feststellbremse, bei der die Pedalkraft mittels Seilzug an die Betätigungshebel der hinteren Bremszangen übertragen wird. „Je nach Einsatzbedingungen kann sich das Bremsseil aus der Arretierung an den Betätigungshebeln lösen“, erklärte der Hersteller in einer Mitteilung, betonte aber gleichzeitig, dass die Funktion der Betriebsbremse vollständig erhalten bleibe.

Zwei Federspangen sollen künftig für mehr Vorspannung am Bremszug sorgen und so eine dauerhafte Fixierung sichern. Für den Werkstatt-Aufenthalt, der ab Dezember unter dem Aktionscode „16OSD-079“ beginnen soll, ist eine halbe Stunde angesetzt. Eine spezielle Kennzeichnung abgearbeiteter Fahrzeuge sei nicht vorgesehen, hieß es. Der Rückruf werde lediglich im Garantiesystem beim Hersteller gespeichert. Die Federspangen am Bremszug seien aber bei aufgebocktem Fahrzeug zu erkennen.

Da der inzwischen in vierter Generation gebaute Prius seine Kundschaft vor allem in weiter entfernten Märkten findet, ist die von hiesigen Toyota-Partnern zu bewältigende Fahrzeugmenge nicht furchteinflößend: Von den weltweit betroffenen 343.179 Einheiten befinden sich 18.122 in Europa. In Deutschland geht es um 2.266 Fahrzeuge.

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