Toyota- und Lexus-Rückruf: Airbags, aber nicht von Takata

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

In Deutschland müssen rund 1.600 Corolla und circa 2.000 NX wegen Airbag- und Bremsproblemen in die Werkstatt.

Lexus NX300h
Lexus NX300h
(Foto: Wolfgang Sievernich)

Toyota hat erneut einen Airbagrückruf gestartet. Wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte, handelt es sich dieses Mal allerdings nicht um Produkte des seit Monaten in den Schlagzeilen präsenten Unternehmens Takata, sondern eines anderen Zulieferers. Das Fehlerbild ähnelt allerdings der bereits bekannten Problematik: Der Gasgenerator des Fahrerairbags kann bei Auslösung reißen, wodurch Verletzungsgefahr entsteht. Unklar ist allerdings, ob diese ähnlich hoch ist wie bei Takata.

Fest steht, dass der Rückruf deutlich kleiner ist als die bisherigen Airbag-Aktionen. Betroffen sind zwischen September 2002 und Januar 2003 in der Türkei produzierte Corolla. In Europa geht es um 9.400 Einheiten, davon 1.600 hierzulande. Bei den Fahrzeugen wird in der Vertragswerkstatt der Gasgenerator getauscht, wofür circa eine Stunde vorgesehen ist.

Deutlich schneller – allerdings für mehr Einheiten – geht ein zum Jahresende gestarteter Lexus-Rückruf vonstatten. Toyotas Edeltochter muss in Europa 64.000 NX-Modelle einbestellen, gebaut zwischen Februar 2014 und Dezember 2016. Konkrete Zahlen zu Deutschland lagen dem Sprecher noch nicht vor. Nimmt man Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamts als Maßstab, dürfte die Zahl aber bei knapp 2.000 Einheiten liegen. Betroffen ist sowohl die Hybrid- (300h) als auch die konventionelle Variante (200t).

Vorgesehen ist ein 40-minütiges Softwareupdate für die Berganfahrhilfe. Dies soll künftig ein Verlassen des Kompakt-SUV bei nicht eingelegter Automatik-Wählstufe „P“ verhindern und die Gefahr eines Wegrollens des Fahrzeugs ausschließen. Bei Toyota firmiert die Aktion als Serviceaktion, die beim KBA zwar registriert ist, laut dem Sprecher aber nicht überwacht wird.

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