Transporterrückrufe bei Opel und Renault

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Wehner

Ein möglicher Ölverlust, Probleme mit der Lenkung sowie mit dem Beifahrerairbagmodul lösen drei Aktionen aus. Betroffen sind Opel Vivaro und Movano, Renault Trafic und Master, sowie der Nissan NV400.

Es gibt diverse Probleme bei den gemeinsam gebauten Transportern von Opel und Renault/Nissan. Unter anderem betroffen ist der Opel Vivaro.
Es gibt diverse Probleme bei den gemeinsam gebauten Transportern von Opel und Renault/Nissan. Unter anderem betroffen ist der Opel Vivaro.
(Foto: Hersteller)

Im Opel- und Renault-/Nissan-Nutzfahrzeugbereich sind derzeit drei Rückrufaktionen anhängig. Zweimal geht es um den Vivaro bzw. Trafic, einmal um Movano bzw. Master/NV400. Bei letztgenannter Transporterreihe wird ein möglicher Schmierstoffverlust an der Verbindung der Ölversorgungsleitung zum Turbolader im 2,3-Liter-Dieselmotor (Code M9T) beklagt.

Gebaut wurden die Modelle im September und Oktober des vergangenen Jahres, so dass die zurückgerufene Stückzahl überschaubar ist: Von den insgesamt knapp 500 betroffenen Renault-Transportern, sind 79 in Deutschland gemeldet. Opel muss hierzulande 138 Einheiten einbestellen, Nissan nur 15. Für den Tausch der Leitung sind 2,5 bis drei Stunden eingeplant.

Ein nicht korrekt installiertes Beifahrerairbagmodul ist das erste Problem des Kleintransporter-Geschwisterpaares Vivaro und Trafic. Die Befestigung des Moduls am Armaturenbrett muss daher in Deutschland bei 225 Opel bzw. 313 Renault der Baujahre 2013 und 2014 kontrolliert und ggf. mit Schrauben nachgerüstet werden. Die Dauer der Arbeit bezifferte eine Renault-Sprecherin auf maximal 65 Minuten.

Ein nicht konformer Fertigungsprozess beim Zulieferer des Lenkrades ist laut Hersteller für den dritten Rückruf verantwortlich. Es kann zur Mikrorissbildung am Fußteil der Lenkradnabe kommen, „was zu einem Ermüdungsbruch am Mitnehmerzapfen (Blinkerrückstellung) der Lenkradnabe führen könnte“, erläuterte Thomas May-Englert, Leiter der Renault-Produktkommunikation. Bei starker Beanspruchung des Lenkrads könne es zu Vibrationen und Geräuschen kommen. Im Extremfall drohe ein Abreißen der Verbindung zwischen Lenkrad und Lenksäule.

Die Modelle wurden in verschiedenen Zeiträume zwischen September 2012 und Dezember 2013 gebaut. Bei ihnen wird nun das Produktionsdatum des Lenkrads überprüft und das Lenkrad gegebenenfalls ausgetauscht. Höchst unterschiedlich sind die Angaben von Opel und Renault zur betroffenen Stückzahl. Während die Franzosen von 517 Einheiten in Deutschland sprechen, nannte ein Sprecher in Rüsselsheim nur eine Gesamtzahl von sieben Transportern.

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