Trend-Tacho: Viel ungenutztes Potenzial beim Reifenverkauf

Von Norbert Rubbel

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Viele Werkstätten verpassen während des Reifenverkaufs die Chance, zusätzliche Umsätze zu erwirtschaften. Nur etwa jeder sechste Kunde bekommt beim Kauf zusätzliche Produkte oder Dienstleistungen angeboten. Dies ergab die aktuelle Trend-Tacho-Studie.

Die Fachwerkstätten rüsten immer mehr Autos auf Allwetterreifen um.(Bild:  ProMotor/Volz)
Die Fachwerkstätten rüsten immer mehr Autos auf Allwetterreifen um.
(Bild: ProMotor/Volz)

Egal ob Fachhändler, Markenbetrieb, Freie Werkstatt oder der Betrieb einer Werkstattkette: Während des Reifenkaufs nutzen nur Wenige die Möglichkeit, dem Kunden zusätzliche Produkte und Dienstleistungen anzubieten und verschenken so viel Umsatzpotenzial. Gerade einmal 16 Prozent der Reifenkäufer gaben an, ein entsprechendes Angebot unterbreitet bekommen zu haben. Zu diesen Ergebnis kommt die aktuelle Trend-Tacho-Studie der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Sachverständigenorganisation KÜS.

Auch beim Räderwechsel lassen sich zusätzliche Erträge über Winterchecks und nützliche Zubehörartikel für die kalte Jahreszeit erwirtschaften. Das Potenzial ist da: 70 Prozent aller Fahrzeugbesitzer werden im Herbst ihre Autos auf wintertaugliche Reifen umrüsten. Knapp ein Drittel der Autofahrer will die Montage der Pneus dagegen selbst in die Hand nehmen.

Beim Räderwechsel können vor allem freie Werkstätten bei den Kunden punkten. 29 Prozent fahren zum Reifen- und Räderwechsel zu einer freien Werkstatt. 21 Prozent gaben an, für das Umrüsten ein markengebundenes Autohaus aufzusuchen. 14 Prozent gehen zum Reifenfachhandel (Vergölst, Euromaster). Nur fünf Prozent lassen ihre Reifen beziehungsweise Räder von einer Werkstattkette wie ATU oder Pit-Stop wechseln.

Kaufbereitschaft auf Vorjahresniveau

Positiv ist, dass sich 35 Prozent der Befragten in den nächsten sechs Monaten neue Reifen kaufen wollen. Damit bleibt die Kaufbereitschaft der Autofahrer etwa auf Vorjahresniveau (38 Prozent). 59 Prozent der potenziellen Käufer würden sich für Winter- und 12 Prozent für Sommerreifen entscheiden. Dagegen favorisieren 27 Prozent der Kaufwilligen Ganzjahresreifen (Vorjahr: 26 Prozent).

Zu den Entscheidungsgründen für die Allwetterreifen zählen hauptsächlich die Bequemlichkeit und die regionalen Wetterbedingungen. So gaben 44 beziehungsweise 41 Prozent der Fahrer von Ganzjahresreifen an, dass sie sich „den Aufwand für die Rädereinlagerung sparen möchten“ und „in ihrer Gegend keine Winterreifen brauchen“.

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