Triade-Märkte als Wachstumsträger
Auf China als Wachstumsmotor ist noch immer Verlass: Nach sieben Monaten hat der Absatz im Reich der Mitte die 10-Millionen-Grenze durchbrochen.

Während einige Schwellenländer schwächeln, fungieren die Triademärkte eher als Zugpferd: Westeuropa und die USA sind deutlich im Plus, Brasilien und Russland kräftig im Minus. Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) legte der Absatz in Westeuropa im Juli zum elften Mal in Folge zu und stieg um 5 Prozent auf gut eine Million Pkw.
Ein Zuwachs von knapp 7 Prozent unterstrich den stabilen Wachstumstrend in Großbritannien. In Italien erhöhten sich die Neuzulassungen um 5 Prozent, wobei die private Nachfrage um 8 Prozent stieg. Der Pkw-Absatz in Spanien erhöhte sich um 11 Prozent. In Deutschland lagen die Pkw-Neuzulassungen im Juli um knapp 7 Prozent über dem Vorjahr.
In Frankreich ging der Neuwagenabsatz um gut 4 Prozent zurück. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass es im Juli einen Arbeitstag weniger gab als im Vorjahr: 2013 fiel der französische Nationalfeiertag (14. Juli) auf einen Sonntag.
Auf den kleineren westeuropäischen Pkw-Märkten gab es erneut deutliche Zuwächse. So stieg die Nachfrage in den bisherigen Krisenländern Irland (+61 Prozent), Portugal (+31 Prozent) und Griechenland (+18 Prozent) deutlich zweistellig. Insgesamt erhöhte sich die Pkw-Nachfrage in Westeuropa in den ersten sieben Monaten um gut 5 Prozent auf 7,4 Millionen Neufahrzeuge.
Noch kräftiger legte der Markt in den USA zu. Im Juli stiegen die Verkäufe um gut 9 Prozent auf über 1,4 Millionen Light-Vehicles (Pkw und Light Trucks), wobei es einen Verkaufstag mehr als im Vorjahresmonat gab. In den ersten sieben Monaten lag er mit knapp 4,6 Millionen Einheiten leicht über dem Vorjahreszeitraum (+1 Prozent).
In China wurden im Juli rund 1,3 Millionen Neufahrzeuge verkauft, knapp 11 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten sieben Monaten wurde das Vorjahresergebnis um 14 Prozent übertroffen – der Neufahrzeugabsatz erreichte ein Volumen von gut 10,1 Millionen Stück. Damit hat China erstmals bereits nach sieben Monaten die 10-Millionen-Marke bei den Pkw-Neuwagen geknackt.
In Japan gingen die Pkw-Neuzulassungen im Juli um knapp 3 Prozent auf 391.400 Einheiten zurück. In den ersten sieben Monaten hingegen lag die Pkw-Nachfrage mit knapp 3 Million Neuwagen und einem Plus von 9 Prozent deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Hierin spiegelt sich die Mehrwertsteuererhöhung Anfang April wider, die anfangs zu einem Vorzieheffekt und anschließend zu einem Rückgang der Nachfrage führte.
Mit einem Zuwachs von fast 7 Prozent auf 199.400 Einheiten lag der indische Pkw-Markt im Juli bereits im dritten aufeinander folgenden Monat im Plus. Seit Januar 2014 sanken die Neuwagenverkäufe jedoch um 2 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Neuzulassungen.
In Russland hinterlässt die Ukraine-Krise deutliche Spuren: Mit 180.800 Light Vehicles lag das Absatzvolumen im Juli um knapp 23 Prozent unter Vorjahresniveau. Im bisherigen Jahresverlauf gingen die Verkäufe auf gut 1,4 Millionen Fahrzeuge zurück – das bedeutet ein Minus von fast 10 Prozent.
Auch Brasilien ist im Rückwärtsgang. Die Neuzulassungen verringerten sich im Juli um knapp 14 Prozent auf 280.200 Einheiten. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres wurden rund 1,9 Millionen Neuwagen angemeldet (-8 Prozent).
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